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Kunden im Sommer halten – wie kommuniziert ihr Auftragsflauten?

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R.Hoffmann
Beiträge: 1
Themenstarter
(@r-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#31]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit knapp zwei Jahren nebenberuflich selbstständig als Berater – Schwerpunkt Karriereentwicklung und Bewerbungscoaching. Das läuft eigentlich ganz ordentlich, aber Juli/August sind traditionell schwach. Die Leute sind im Urlaub, niemand denkt grad an Jobwechsel oder Weiterbildung, das kenn ich aus 20 Jahren Berufsleben auf Arbeitgeberseite ja selbst.

Mein eigentliches Problem ist aber nicht die Flaute an sich – damit hatte ich gerechnet. Mich beschäftigt mehr die Frage: Wie kommuniziert ihr das gegenüber Bestandskunden, die vielleicht in drei Monaten wieder Bedarf hätten? Einfach stillschweigend abwarten fühlt sich falsch an. Newsletter schicken klingt nach Marketingblabla. Persönlich anschreiben bei 30+ Kontakten ist zeitintensiv.

Ich habe gelesen, dass manche Selbstständige die Sommerpause aktiv nutzen, um ihre Positionierung zu schärfen oder neue Angebotspakete zu schnüren. Das klingt sinnvoll, aber ich weiß nicht recht, wie ich dann im Herbst wieder ins Gespräch komme, ohne aufdringlich zu wirken.

Hat jemand hier praktische Erfahrungen, wie man Kundenbeziehungen über solche Pausen hinweg warm hält – ohne dabei unprofessionell oder verzweifelt zu klingen? Und nutzt ihr die Sommermonate aktiv für irgendwas Sinnvolles im Business, oder lasst ihr es einfach ruhiger angehen?

Freue mich über ehrliche Einschätzungen, auch wenn sie unbequem sind.

Roland


4 Antworten
L.Weber
Beiträge: 12
(@l-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin zwar noch Einsteiger, aber ich hab mich auch schon mit sowas beschäftigt – zum Beispiel im Affiliate Marketing Anfang-Thread ging's auch darum, wie man Kontakt hält ohne aufdringlich zu sein.

Was ich gelesen hab: Wert liefern statt nur "ich bin noch da" signalisieren. Also vielleicht ein kurzer Artikel, ein Tipp, ein Link zu was Relevantem – irgendetwas, das dem Kunden nützt. Dann ist die Mail kein Aufruf zu kaufen, sondern ein Mehrwert. Ob das bei Karriereberatung so einfach umsetzbar ist weiß ich nicht, aber das Prinzip klingt logisch.


Antwort
Rudi_1952
Beiträge: 1
(@rudi_1952)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Roland, ich kenn das Muster aus meiner Zeit als Personalleiter sehr gut – auch intern hatten wir immer diese Juli/August-Delle bei externen Dienstleistern. Mein Rat aus 40 Jahren Erfahrung: Unterschätze nicht den Wert einer einfachen, ehrlichen Postkarte oder kurzen handgeschriebenen Notiz. Klingt altmodisch, ich weiß – aber gerade weil heute alle digital kommunizieren, fällt sowas auf.

Bei Karriereberatung würde ich die Sommerpause außerdem nutzen, um Referenzen und Testimonials einzuholen. Die früheren Klienten sind jetzt im Urlaub und haben vielleicht mal fünf Minuten für ein kurzes Feedback. Das Material kannst du dann im Herbst einsetzen, wenn du wieder aktiv werden willst. Wiederanlauf mit frischen Referenzen ist viel stärker als einfach nur "ich bin wieder da".

Und bitte nicht zu viel grübeln – ein bisschen Sommerpause darf auch ein Selbstständiger gönnen.


Antwort
PixelPulse_Health
Beiträge: 1
(@pixelpulse_health)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ehrlich gesagt bin ich da ein bisschen skeptisch was die ganze "Beziehung warmhalten" Strategie angeht. Kunden die wirklich Bedarf haben, melden sich von selbst – und die die sich nicht melden, sind vielleicht einfach durch. Klingt hart, aber in meinem Umfeld erlebe ich oft, dass zu viel Nachfassen eher nervig wirkt als hilfreich.


Antwort
KlausHartmann
Beiträge: 1
(@klaushartmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich würde da ganz praktisch ran gehen: Ein simples CRM, auch wenns nur eine gut strukturierte Tabelle ist, hilft enorm. Du trägst ein, wann du zuletzt Kontakt hattest, was besprochen wurde, und setzt dir Wiedervorlage-Erinnerungen. Dann klingt das "aus dem Bauch" persönlich, ist aber systematisch.

Für die Kommunikation selbst: Ich nutze für sowas oft Vorlagen, die ich dann anpasse – spart Zeit ohne unpersönlich zu wirken. Gute E-Mail-Tools haben da interessante Möglichkeiten, Mails zeitversetzt zu senden usw. Aber das Wichtigste: Inhalt muss stimmen, Technik ist nur Hilfsmittel.

Kurz gesagt: Struktur schaffen jetzt, damit du im Herbst nicht panisch anfängst.


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