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Selbstständig + Südostasien-Reise: Wie plant ihr Finanzen und Budget?

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Milo_1993
Beiträge: 1
Themenstarter
(@milo_1993)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#27]

Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich bin seit etwa einem Jahr selbstständig (Grafikdesign, hauptsächlich remote) und überlege schon lange eine längere Reise durch Südostasien – Thailand, Vietnam, vielleicht noch Kambodscha. So 6 bis 8 Wochen würde ich mir vorstellen, am liebsten nächsten Sommer.

Das Problem: Ich weiß gar nicht wie ich das finanziell vernünftig anpacken soll. Als Selbstständiger hab ich ja kein fixes Monatsgehalt, die Einnahmen schwanken. Manche Monate laufen super, andere eher mau. Wie plant ihr sowas wenn die Einkünfte unregelmäßig sind?

Ich hab auch angefangen mich mit ETF-Sparplänen zu beschäftigen, aber ich bin ehrlich gesagt noch ziemlich am Anfang. Soll ich lieber erstmal einen Reise-Notfalltopf anlegen bevor ich in ETFs investiere? Oder beides parallel laufen lassen?

Und dann noch die Frage mit dem Arbeiten während der Reise – also so Richtung digitaler Nomade. Habt ihr Erfahrungen gemacht wie das mit Kunden klappt wenn man längere Zeit in einer anderen Zeitzone ist? Ich will die Kunden ja nicht vergraulen aber auch endlich mal diese Reise wirklich angehen.

Freue mich über jeden Erfahrungsbericht, egal ob zur Finanzplanung oder zum Reisen selbst. Danke schon mal!


5 Antworten
Gerhard68
Beiträge: 1
(@gerhard68)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hallo Milo, ich kann zwar nicht aus Selbstständigenperspektive antworten, aber zu Südostasien-Reisen hab ich einiges gesammelt. Ich bin frischer Rentner und hab mich intensiv mit Fernreisen in diese Region beschäftigt.

Was ich dir unbedingt empfehlen kann: Plane bei den Reisekosten immer einen Puffer von mindestens 20% ein. Gerade in Thailand oder Vietnam können unerwartete Kosten schnell auflaufen. Und das Wichtigste – eine vernünftige Auslandsreisekrankenversicherung ist absolut Pflicht, da solltest du nicht sparen. Bei längeren Aufenthalten über 6 Wochen musst du genau schauen welche Police das abdeckt, nicht alle sind für solche Zeiträume ausgelegt.

Zur Frage Notfalltopf vs. ETF: Das hat mir auch jemand aus dem Forum mal erklärt – erst den Puffer aufbauen, dann investieren. Macht als Selbstständiger mit schwankenden Einnahmen erst recht Sinn. Ich hab damals für meine Reisen immer eine Zielsumme festgelegt und erst gebucht wenn die wirklich auf dem Konto lag.


Antwort
Vorsorge-Heinz73
Beiträge: 3
(@vorsorge-heinz73)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Also ich kenn das Thema schwankende Einnahmen hauptsächlich aus der Freelancer-Absicherungsdiskussion – hab da auch mal drüber geschrieben. Was ich aus 40 Jahren Berufstätigkeit gelernt hab: Unregelmäßige Einkünfte brauchen eine eiserne Disziplin bei der Rücklage.

Konkret: Ich würde nie weniger als 3 Monatsausgaben als eiserne Reserve haben bevor ich größere Ausgaben plane. Als Selbstständiger eher 4-6 Monate. Die Reise dann aus einem separaten Topf finanzieren der zusätzlich dazu aufgebaut wird. Klingt langwierig, aber du schläfst besser.

ETF-Sparplan parallel? Möglich, aber nicht mit hohen Beträgen solange der Notgroschen noch nicht steht.


Antwort
T.Brinkmann66
Beiträge: 1
(@t-brinkmann66)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Zur ETF-Frage kann ich kurz was sagen: Beides parallel ist durchaus machbar, aber nur wenn du deinen monatlichen Cashflow wirklich im Griff hast. Als Selbstständiger würde ich einen festen Prozentsatz jeder Einnahme direkt in drei Töpfe aufteilen – Steuern, Reisefonds, ETF-Sparplan. Automatisch, nicht manuell überweisen. Sonst landet das Geld doch irgendwo anders.

Ich hab mich letztens intensiv mit verschiedenen Vergleichstools beschäftigt (hauptsächlich für Versicherungen, aber das Prinzip ist ähnlich) – für ETF-Vergleiche gibt es auch gute Rechner, einfach mal die Kostenquoten der Anbieter gegenüberstellen. Totalkosten nicht vergessen, nicht nur die TER.

Zur Zeitzonenfrage mit Kunden: Das ist eigentlich eher ein Kommunikationsproblem als ein technisches. Klare Erreichbarkeitszeiten kommunizieren, Projektpuffer einplanen, fertig. Viele Kunden reagieren entspannter als man denkt – solange die Arbeit pünktlich geliefert wird.


Antwort
Rudi_1952
Beiträge: 1
(@rudi_1952)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ralf hat da einen Punkt, den ich aus meiner alten HR-Zeit bestätigen kann. Ich hab als Personalleiter viele Jahre erlebt wie Mitarbeiter und später auch externe Dienstleister solche Phasen gemanagt haben – Transparenz gegenüber Auftraggebern ist immer besser als zu hoffen dass es keiner merkt. Einfach offen kommunizieren, Verfügbarkeiten klar benennen. Das wird in der Regel respektiert wenn die Qualität stimmt.

Zur Finanzplanung selbst bin ich nicht der Experte, aber der Tipp mit getrennten Töpfen klingt vernünftig.


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