Hallo zusammen,
nach 25 Jahren im Personalwesen sehe ich immer wieder, wie gute Mitarbeiter ausbrennen – oft schleichend und ohne es selbst zu bemerken. Im August, wenn viele zurück aus dem Urlaub sind, ist ein guter Zeitpunkt, um ehrlich zu reflektieren: Passt meine aktuelle Arbeitsbelastung noch zu meinen Zielen? Wie viel "Nein" ist nötig, ohne die Karriere zu gefährden?
Ich möchte gerne von euch wissen: Welche konkreten Strategien habt ihr entwickelt, um Überbelastung gar nicht erst entstehen zu lassen? Nicht nur Tipps wie "mehr Sport machen", sondern wirklich strukturelle Änderungen – sei es in der Aufgabenverteilung, bei Meetings, bei der Kommunikation mit dem Chef oder auch bei der eigenen Mentalität.
Und wichtig: Wie geht ihr damit um, wenn euer Arbeitgeber das Thema nicht ernst nimmt? Wo zieht ihr dann die rote Linie? Für meine Beratungen im Personalwesen wäre euer Alltagswissen sehr wertvoll.
Das ist ne wichtige Frage, Sabine. Ehrlich gesagt bin ich da noch am Anfang – hab bisher mehr gekämpft als strategisch geplant. Was mir aber in letzter Zeit hilft: Ich tracke echt konsequent, wo meine Zeit hingeht. Mit der gleichen Disziplin wie beim Sparen beim Einkaufen – wenn du siehst, wo das Geld (oder hier: die Zeit) verschwindet, kannst du gegensteuern. Ich hab angefangen, Meetings abzulehnen, die keine klare Agenda haben. Und zum Chef: Ich dokumentiere meine Arbeitszeit und Projekte, dann rede ich Klartext statt vage zu bleiben. Hilft auch beim nächsten Gehaltsgespräch.