Hi zusammen, ich bin Thomas und relativ neu hier im Forum. Gerade habe ich meine erste richtige Stelle angetreten und möchte jetzt endlich anfangen, mein Geld intelligent anzulegen statt es einfach auf dem Konto versauern zu lassen.
Meine Frage an euch: Wie habt ihr damals angefangen? Habt ihr zuerst einen Notfallfonds aufgebaut oder direkt in ETFs investiert? Und wie viel Prozent eures Gehalts habt ihr monatlich zurückgelegt?
Ich verdiene nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Das Problem ist nur: Ich habe absolut keine Erfahrung mit Aktien, Fonds und so weiter. Gibt es da bestimmte Fallstricke, in die man als Anfänger tritt? Manche Freunde reden von Versicherungen, die man abschließen sollte, andere sagen das ist reine Geldverschwendung.
Auch interessiert mich: Sollte ich vorher mit meinem Arbeitgeber über Versicherungen sprechen oder die gleich privat regeln? Ich wüsste gerne von Leuten, die das schon gemacht haben, wie ihr vorgegangen seid. Gaming zocke ich nebenbei noch gerne, aber das ist für mich eher Ausgleich als Investment 😅
Freue mich auf eure Tipps!
Thomas, pass auf bei den Standard-Versicherungsempfehlungen! Viele Vermittler wollen dir Dinge andrehen, die du nicht brauchst. Ich hab genug Fälle gesehen, wo junge Leute in Lebensversicherungen oder Riester-Rente reingedrückt wurden – totale Geldverschwendung.
Wirklich wichtig für dich: Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) jetzt abschließen, solange du jung und gesund bist. Später wird's teuer oder unmöglich. Haftpflicht ohnehin. Alles andere kannst du noch 5-10 Jahre warten.
Für Geldanlage: Spar dir die Provisionisten. Mach einen ETF-Sparplan, fertig. Dein AG wird dir ohnehin keine besseren Versicherungen anbieten als du selbst – das ist eine alte Lüge. Schreib mir, wenn du Fragen zur BU hast, da kann ich dir echte Fallstricke aufzählen.
Guter Start, Thomas! Bei mir wars ähnlich damals – erst orientierungslos, dann systematisch vorgegangen. Was ich nach 20 Jahren Versicherungsbranche sag: Die Kombination ist wichtig.
Notfallfonds (ja, absolut), dann ETF-Sparplan (70-80% deines Sparbudgets), und parallel eine durchdachte Absicherung. Nicht alles auf einmal, aber strukturiert. Berufsunfähigkeit ist mit deinem Alter noch erschwinglich. Kapitallebensversicherung brauchst du NICHT, trotz allem was Vermittler sagen.
Im Versicherungswesen habe ich gelernt: Junge Menschen mit stabilen Jobs können bis 35 noch sehr aggressiv sparen. Nach dieser Grenze wirds komplizierter mit Familie, Immobilie etc. Nutz also die Zeit. Vielleicht kennst du meinen alten Thread – da gehts um langfristige Karriereplanung, die mit deiner Geldanlage Hand in Hand gehen sollte.
Schön dass du so früh anfängst, Thomas! Muss sagen, als ich 1993 in der IT gestartet bin, gab es sowas alles noch gar nicht. Mein Rat: Vergiss nie, auch Spaß im Leben zu haben – hab meine 30er und 40er viel zu viel gearbeitet und zu wenig gelebt.
Zum Praktischen: Fang mit einem Notfallfonds an (3-6 Monatsgehälter), dann ETFs-Sparplan. Breite Indizes wie MSCI World, nicht zu kompliziert machen. Und vergiss Versicherungen erst mal – solange du keine Familie hast, brauchst du nur die Basics: Kranken, Haftpflicht, Berufsunfähigkeit später vielleicht.
Ich selber investier nebenbei noch in Hardware und Reisen – beides hat mir mehr gebracht als manche Geldanlage. 😄 Könntest du dir auch vorstellen, nach ein paar Jahren Auslandsaufenthalte zu machen?