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BAV Arbeitgeberzuschuss – wirklich so ein Vorteil oder Augenwischerei?

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OnlineOpa69
Beiträge: 2
Themenstarter
(@onlineopa69)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#36]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit ein paar Jahren in Rente und mein Sohn (Mitte 30, angestellt) hat mich kürzlich gefragt, was ich von seiner betrieblichen Altersvorsorge halte. Ehrlich gesagt kannte ich das zu meiner Zeit nicht so richtig – wir haben da einfach in die gesetzliche Rente eingezahlt und fertig.

Sein Arbeitgeber bietet angeblich 20% Zuschuss auf seine eigenen Beiträge an, das klingt erstmal gut. Aber dann hat er mir erklärt, dass die Beiträge direkt aus dem Bruttogehalt abgehen (Entgeltumwandlung nennt man das wohl) und dadurch seine gesetzliche Rente etwas sinkt. Außerdem wird die Auszahlung später voll versteuert und er zahlt dann auch noch Kranken- und Pflegeversicherung drauf.

Ich verstehe das System ehrlich gesagt nicht ganz und möchte ihm einen guten Rat geben, aber ich weiß nicht ob das wirklich so ein Schnäppchen ist wie sein Chef das darstellt. Hat jemand das durchgerechnet oder kennt jemand die Fallstricke? Lohnt sich das bei 20% Arbeitgeberzuschuss oder holt man mit anderen Wegen mehr raus?

Bin über jeden Hinweis dankbar, damit ich meinem Sohn etwas Vernünftiges sagen kann.


1 Antwort
Wolfgang87
Beiträge: 2
(@wolfgang87)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Das ist tatsächlich eine Frage die ich mir auch schon gestellt hab – und die Antwort ist wie so oft: kommt drauf an.

Der 20% Zuschuss klingt gut, aber dein Sohn hat die wichtigsten Haken schon erkannt. Die Kranken- und Pflegebeiträge im Rentenalter sind ein echter Dämpfer, den viele unterschätzen. Als Pflichtversicherter in der KVdR zahlt er später auf die volle BAV-Rente Beiträge – aktuell rund 18-19% zusammen. Das frisst einen guten Teil des Steuervorteils wieder auf.

Aber: Bei 20% AG-Zuschuss ist die Rechnung oft trotzdem positiv, wenn er noch 20-25 Jahre bis zur Rente hat und der Vertrag gute Konditionen hat (also keine hochprovisionsbelastete Versicherung, sondern idealerweise Direktversicherung mit günstiger Anlage).

Was ich ihm empfehlen würde: Den genauen Vertrag anschauen lassen, am besten von einem unabhängigen Berater (Honorarberater, kein Versicherungsvertreter). Die entscheidende Frage ist immer: Was kostet der Vertrag intern, und wie wird das Geld angelegt?

Dass die gesetzliche Rente minimal sinkt stimmt übrigens, aber der Effekt ist bei normalen Beiträgen meistens überschaubar. Ich hab damals in einem anderen Thread schon gemerkt dass man bei Finanzentscheidungen immer genau hinschauen muss bevor man unterschreibt – gilt hier genauso.


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