Hallo zusammen,
ich bin seit knapp zwei Jahren Hausbesitzer und versuche gerade meine Versicherungssituation mal grundlegend zu durchleuchten. Hab mich bisher mehr auf die Basics konzentriert (Wohngebäude, Haftpflicht etc.) und bin jetzt über die Glasbruchversicherung gestolpert.
Bei uns gibt es einige größere Fensterfronten, darunter eine Terrassentür mit Bodentiefe Verglasung und ein paar Dachfenster. Gerade im Sommer haben wir natürlich viel draußen zu tun – Gartenprojekte, die Terrasse wird gerade neu gestaltet – und dabei ist das Risiko, irgendwas zu beschädigen, ja nicht gerade null.
Meine Wohngebäudeversicherung deckt Glasschäden meines Wissens nach nur bei bestimmten Ereignissen ab (Sturm usw.), aber nicht wenn z.B. beim Rasenmähen ein Stein gegen die Scheibe fliegt oder einer meiner Söhne mit dem Ball dagegentritt.
Jetzt frage ich mich: Lohnt sich eine separate Glasbruchversicherung wirklich, oder ist das eher überflüssig? Was kostet das ungefähr im Jahr? Und gibt es Sachen, die typischerweise NICHT mitversichert sind, also Ausschlüsse, auf die man achten sollte?
Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen, gerade von anderen Hausbesitzern mit ähnlicher Gebäudesituation.
Danke schon mal!
Also ich kann dazu etwas sagen, wir haben das vor ein paar Jahren auch durchgerechnet. Bei uns kostet die Glasbruchversicherung etwa 60–90 Euro im Jahr, je nach Anbieter und Quadratmeterzahl der Verglasung. Das klingt erstmal wenig, aber man muss ehrlich sein: Wenn in 10 Jahren nichts passiert, hat man 600–900 Euro quasi verschenkt.
Auf der anderen Seite – ich denke bei so einem Thema immer daran, dass man Versicherungen nicht für den Normalfall abschließt sondern für den Schadensfall. Eine bodentiefe Verglasung oder ein Dachfenster kann schnell 500–1500 Euro kosten, und das tut weh wenn man es aus der eigenen Tasche zahlt.
Wichtig bei den Ausschlüssen: Viele Policen decken KEINEN Vorsatz natürlich, aber auch keine Kratzer oder Sprünge durch normalen Verschleiß. Und Insektenschutzgitter oder Markisen sind oft extra. Das lohnt sich wirklich, genau ins Kleingedruckte zu schauen. Ich hatte damals bei der Kreditkartenfrage ähnlich gedacht – am Ende zählt die Gesamtbetrachtung, nicht der monatliche Beitrag alleine.