Hallo zusammen,
ich mache mir schon länger Gedanken über die Altersvorsorge meiner Frau und weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wo man da anfangen soll. Sie hat drei Kinder bekommen, war insgesamt fast sieben Jahre aus dem Beruf raus oder nur in Teilzeit tätig, und ist jetzt mit 38 Jahren wieder halbtags angestellt. Die Renteninformation, die sie letztes Jahr bekommen hat, sah wirklich mager aus – ich meine, da stand so ein Betrag drin, der reicht später hinten und vorne nicht.
Meine Frage: Welche Möglichkeiten gibt es konkret, diese Lücke irgendwie aufzufangen? Ich habe von der Riester-Rente gehört, die soll für Frauen mit Kindern ja günstiger sein wegen der Zulagen. Aber ich lese auch überall, dass Riester sich nicht mehr lohnt. Dann wäre da noch privater ETF-Sparplan, aber da weiß ich nicht, ob das ohne großes Finanzwissen sinnvoll ist. Gibt es eigentlich die Möglichkeit, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, um die Lücken aus den Kinderjahren zu schließen?
Wir würden das Thema gerne diesen Sommer angehen, weil wir mehr Zeit haben als sonst – Urlaub ist dieses Jahr eh nur eine Woche geplant. Wäre dankbar für praktische Hinweise von Leuten, die das selbst durchgekaut haben.
Also ich bin eigentlich eher der Typ für andere Themen hier im Forum (wer mich kennt weiß das, hab mich zuletzt eher mit Zimmerpflanzen rumgeschlagen 😄), aber zu dem Thema kann ich tatsächlich was sagen weil ich das bei meiner Partnerin selbst durchgekaut hab.
Zum Riester: Das stimmt, die Kinderzulagen sind bei Riester tatsächlich ein Argument – 185 Euro pro Kind und Jahr, für Kinder ab 2008 sogar 300 Euro. Wenn deine Frau drei Kinder hat, kommt da schon was zusammen. Das macht Riester in eurem Fall attraktiver als für jemanden ohne Kinder. Trotzdem würde ich das nicht blind abschließen sondern Angebote vergleichen, die Kostenstrukturen sind sehr unterschiedlich.
Freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung gehen tatsächlich, das nennt sich freiwillige Beiträge. Einfach bei der Deutschen Rentenversicherung anrufen oder auf deren Website nachlesen – die bieten auch kostenlose Beratungstermine an. Für die Kinderjahre werden zwar automatisch Erziehungszeiten angerechnet, aber die decken halt nicht alles ab.
ETF-Sparplan als Ergänzung finde ich persönlich sinnvoll, muss man aber wirklich als langfristig betrachten und die Nerven behalten wenn der Markt mal runtergeht. Einfach anfangen mit kleinen Beträgen, lieber heute als morgen.