Hallo zusammen,
ich bin seit kurzem Hausbesitzer und beschäftige mich gerade intensiver mit meinen Versicherungskosten – ähnlich wie ich das bei meinen ETF-Depots tue. Bei der Gebäudeversicherung bin ich auf ein Problem gestoßen: Mein Makler hat die Police vor 3 Jahren mit einer Neuwertversicherung abgeschlossen, aber seitdem habe ich saniert (neue Dachdeckung, Fassade erneuert, Isolierung upgedatet). Die Versicherungssumme wurde nie angepasst.
Jetzt frage ich mich: Muss ich diese Anpassungen aktiv melden oder passiert das automatisch? Und vor allem – wird es teurer, wenn ich die Summe erhöhe? Ich will nicht zahlen wie damals, aber auch keine versteckten Risiken eingehen.
Wie macht ihr das mit solchen Changeprozessen? Lohnt sich ein Wechsel zu einer anderen Versicherung, wenn man größere Sanierungen hat, oder sollte man beim bestehenden Anbieter bleiben und nachverhandeln?
Freue mich auf konkrete Erfahrungen.
Gute Frage, aber ich würde da genauer differenzieren wollen: Wenn du von Sanierungen sprichst – handelt es sich dabei um reine Modernisierungen (Isolierung, Fenster) oder um echte Wertsteigerungen des Gebäudes? Das ist nicht das gleiche für Versicherungen.
Und noch wichtiger: Hast du die Sanierungen gegenüber deinem Makler oder der Versicherung überhaupt angezeigt? Denn da liegt oft das Kernproblem. Viele Versicherer stufen Sanierungen als Risikoverschärfung ein, andere als Risikominderung – je nachdem wie sie die Maßnahme bewerten. Eine neue Dachdeckung kann deine Prämie also auch senken.
Mein Rat: Hole dir vor einem Wechsel ein Angebot der aktuellen Versicherung mit aktualisierten Daten. Dann vergleichst du. Wechseln lohnt sich nur, wenn die Quote deutlich besser wird – sonst zahlst du möglicherweise mehr und hast Probleme bei der Dokumentation.