Mich nervt dieses pauschale "mach einfach Riester, das ist sicher" – genauso wie im Gaming, wenn dir alle Standardbuilds aufs Auge drücken, obwohl deine Situation völlig anders aussieht.
Ich bin Mitte 30, angestellt, verdiene ok aber nicht üppig. Mein Arbeitgeber bietet eine BAV an, die Riester-Förderung ist da. Aber ehrlich: Ich habe null Bock auf die Gebührenstruktur und die Renditebremse bei klassischen Versicherungsprodukten. Andererseits frage ich mich, ob ich die staatliche Förderung einfach links liegen lassen kann, nur weil mir das Konstrukt nicht passt.
Was mich auch irritiert: Viele Berater sagen "ETF ist zu riskant für die Altersvorsorge" – aber die Fonds in der Riester-Police sind ja auch am Markt unterwegs, nur mit schlechteren Konditionen.
Hat jemand hier ein ähnliches Dilemma gelöst? Wie habt ihr entschieden, ob die Förderung den Verzicht auf bessere Renditen rechtfertigt? Oder gibt es einen Mittelweg, den ich übersehe?
Genau das ist der Knackpunkt – und ich glaub, viele Berater werfen absichtlich alle Optionen in einen Topf, damit die Entscheidung komplexer wirkt, als sie ist. Das Förderargument ist nicht zu ignorieren, aber es sollte auch nicht blind entscheiden.
Mein Take: Schau dir erstmal die konkrete Gebührenstruktur der angebotenen BAV und der Riester an. Manche Policen sind ok, andere sind echte Kostenfallen. Parallel kannst du nen ETF-Sparplan aufbauen – muss ja nicht Alles-oder-Nichts sein. Die Förderung bei Riester ist real, aber ob ein 4% Zuschuss den 1% jährliche Gebührenabzug rechtfertigt? Das ist Mathe, keine Glaubensfrage.
Hast du schon geschaut, was die BAV konkret kostet und ob es ne flexiblere Variante gibt? Manche Arbeitgeber haben mehrere Optionen – auch ETF-gestützte Modelle. Vorher blind unterschreiben würde ich nicht.