Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer Situation, die mich etwas unsicher macht. Nach Jahren in meinem Job überlegte ich, ob ich beruflich noch die richtige Richtung gehe – und habe mir dann Zeit für eine Neuorientierung genommen. Jetzt will ich mich wieder bewerben, aber ich bin mir unsicher, wie ich diese Auszeit im Anschreiben und später im Gespräch am besten darstelle.
Meine Frage: Wie geht ihr damit um, wenn ihr eine Lücke im Lebenslauf habt? Soll ich die Lücke aktiv erklären oder eher nebenbei erwähnen? Macht es einen Unterschied, ob ich sage, dass ich mich "neu orientiert" habe versus "beruflich weiterlesen wollte"?
Außerdem interessiert mich: Welche Fehler sollte ich vermeiden? Und gibt es Branchen, die da kulanter sind? Freue mich auf eure Erfahrungen und praktischen Tipps – danke!
Noch ein praktischer Tipp: Wenn du als Selbstständiger tätig warst in der Zeit (auch nebenberuflich), dann unbedingt das angeben! Das zeigt dem Arbeitgeber, dass du aktiv warst und nicht einfach rumgesessen hast. Bei meinen Klienten hat sich auch bewährt, die Lücke im Lebenslauf kurz in einer Extra-Zeile zu erklären – spart im Gespräch Zeit und wirkt reflektiert. So nach dem Muster: "(Fachliche Neuorientierung und Weiterbildung, 2024)"
Kurz und knapp: Sei einfach ehrlich und selbstbewusst dazu. Läuft bei mir besser als komplizierte Geschichten.
Interessante Frage. Aus meiner Erfahrung in der Finanzplanung kann ich dir sagen: Genauso wie bei der privaten Altersvorsorge ist Transparenz auch bei Bewerbungen wichtig. Arbeitgeber wollen keine Überraschungen. Wenn du die Lücke sachlich und mit klarem Bezug zu deinen Zielen erklärst, wird das meist positiv gesehen. Tech-Branchen und progressive Unternehmen sind da ohnehin kulanter. Bei traditionelleren Branchen würde ich die Lücke minimieren, indem ich Weiterbildungen oder relevante Projekte aus dieser Zeit hervorhebe – auch wenn sie unbezahlt waren.
Das ist aktuell für mich gerade sehr relevant! Ich kehre ja selbst nach 8 Jahren zurück und hatte totale Angst vor Fragen zur Lücke. Aber ehrlich: Was mir geholfen hat, war, die Zeit nicht als Mangel, sondern als bewusste Entscheidung zu framen. Im Gespräch habe ich klar gemacht, was ich in der Zeit gelernt habe und warum ich jetzt gerade diesen Job möchte. Die Arbeitgeber waren da überraschend verständnisvoll. Wichtig: Negative Formulierungen vermeiden – nicht "ich musste aussetzen", sondern "ich habe mich bewusst Zeit genommen für..."