Moin zusammen, ich bin seit kurzem im Ruhestand und merke, dass sich mein Essverhalten völlig verschoben hat. Während ich beruflich immer "on the go" war und eher unregelmäßig gegessen hab, hab ich jetzt Zeit zum Kochen - aber auch viel mehr Appetit, weil ich einfach rumhänge. Das ist blöd.
Im August ist es zudem wahnsinnig heiß, und ich hab keine Lust auf schwere Mahlzeiten, aber dann esse ich mehr Süßkram und Obst zum Snacken. Meine Frau sagt, mir täte eine strukturierte Ernährung gut, aber ich will keine App-Spielerei. Einfach praktisch bleiben.
Wie habt ihr das gelöst, wenn der Tagesablauf plötzlich so anders wird? Gibt es einfache Tricks, um das ohne großen Aufwand hinzubekommen? Bin da eher pragmatisch veranlagt und nicht der Typ für Meal-Prep und sowas.
Ich hab das ähnlich gemacht, als ich anfing, systematisch meine Ausgaben zu tracken - und das hilft auch bei der Ernährung. Ein einfacher Wochenplan an der Kühlschranktür schafft automatische Routinen ohne viel Aufwand. Du planst ein-, kaufst entsprechend, und dann ist die Struktur da. Die Hitze im August ist dabei sogar ein Vorteil: Kalte Gerichte, weniger Kochen nötig, weniger Verbrauch. Im Prinzip ähnlich wie Rebalancing beim Portfolio - regelmäßig checken, aber nicht überdenken.
Da könnte auch das Online-Banking-Prinzip helfen: Automatisierung. Sag ich erst blöd, ist aber praktisch - manche ältere Rentner (auch ich) nutzen einfach einen wöchentlichen Einkaufsplan und halten sich strikt dran. Spart Geld, schafft Struktur, und du landest automatisch bei weniger Süßkram, weil's einfach nicht rumsteht. Im Sommer brauchst du eh weniger Essen, die Hitze zügelt den Appetit. Und feste Essenszeiten helfen dem Körper, sich umzustellen.