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Notgroschen anlegen – Tagesgeld oder Festgeld sinnvoller?

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Marcus-Richter
Beiträge: 13
Themenstarter
(@marcus-richter)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#29]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade hier und versuche endlich mal meine Finanzen etwas zu ordnen. Wir haben jetzt seit ein paar Monaten einen kleinen Puffer angespart – circa 8.000 Euro – der eigentlich als Notgroschen gedacht ist. Also für unvorhergesehene Ausgaben: kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, so was halt.

Bisher liegt das Geld einfach auf dem normalen Girokonto und bringt quasi nichts. Das fühlt sich irgendwie verschwendet an, zumal die Zinsen ja in letzter Zeit doch wieder etwas attraktiver geworden sind.

Jetzt frage ich mich: Macht es Sinn, diesen Betrag auf ein Tagesgeldkonto zu legen, damit er täglich verfügbar bleibt? Oder lohnt sich Festgeld, wenn man sich für 6 oder 12 Monate festlegt?

Das Problem bei Festgeld sehe ich darin, dass ich ja nicht weiß wann ich das Geld wirklich brauche. Im Sommer kommen ja auch gerne mal unerwartete Ausgaben – wir planen gerade eine Klimaanlage für die Wohnung und da könnte es auch schnell teuer werden.

Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Gibt es vielleicht eine sinnvolle Mischung aus beiden? Oder komplett was anderes?

Freue mich über eure Einschätzungen.

Viele Grüße
Marcus


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7 Antworten
TechFlow34
Beiträge: 9
(@techflow34)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Hey Marcus, kurz und knapp aus meiner Sicht: Für einen echten Notgroschen ist Tagesgeld die einzig sinnvolle Option. Der Punkt ist doch genau das, was du selbst schreibst – du weißt nie wann du ranmusst.

Festgeld hat etwas höhere Zinsen, ja, aber wenn dann wirklich was passiert und das Geld liegt gebunden, hast du ein ernstes Problem. Die meisten Anbieter erlauben keine vorzeitige Kündigung oder berechnen happige Strafzinsen.

Ich hab bei mir Tagesgeld und ETF-Sparplan komplett getrennt – Notgroschen bleibt Notgroschen, das wird nicht angefasst. Aktuell gibt's bei einigen Direktbanken noch ganz ordentliche Zinssätze auf Tagesgeld, also schau dich da mal um. Die Unterschiede zwischen den Anbietern können sich auf mehrere Dutzend Euro im Jahr summieren. Kein Riesenbetrag, aber besser als nichts.

Kurzfassung: Tagesgeld für den Puffer, basta.

Ach ja, und während du deinen Notgroschen optimierst – schau mal, ob du nebenbei auch bei den laufenden Fixkosten sparen kannst. Ich hab damit angefangen, einfach mal meine Energiekosten zu checken, da schlummert oft mehr als man denkt. Jetzt Gastarife vergleichen


Antwort
Skeptiker_78
Beiträge: 9
(@skeptiker_78)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Ich muss hier mal kurz bremsen, weil ich den Eindruck habe dass die Diskussion schon sehr eindeutig in eine Richtung geht ohne die Zinssituation konkret anzuschauen.

Aktuell, Sommer 2026, sind die Tagesgeldkonditionen bei vielen Anbietern schon deutlich unter den Festgeldzinsen für 12 Monate. Der Unterschied kann je nach Anbieter 0,5 bis sogar über 1 Prozentpunkt betragen. Bei 8.000 Euro macht das über ein Jahr durchaus 40–80 Euro Unterschied. Das ist kein Kleingeld.

Natürlich ist die Verfügbarkeit beim Notgroschen wichtig – das streite ich nicht ab. Aber ich hab im Direktbank-Thread schon geschrieben: man sollte sich auch fragen ob man wirklich ALLES auf einmal als Notfall braucht oder ob eine gestaffelte Lösung (z.B. 5.000 Tagesgeld + 3.000 Festgeld 3 Monate) realistischer ist.

Blinder Tagesgeld-Reflex ist auch nicht die Antwort auf alles. Einfach mal durchrechnen.

Ach ja, und falls du nebenbei auch noch dein Girokonto wechseln willst – lohnt sich oft, wenn man eh alles umstrukturiert. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem der Vergleichsrechner, die einem die aktuellen Konditionen direkt gegenüberstellen, spart ne Menge Recherche. Hier Girokonten vergleichen


Antwort
Gerhard_1951
Beiträge: 9
(@gerhard_1951)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Guten Tag,

ich lese hier mit und möchte auch meinen Senf dazugeben, auch wenn ich kein Finanzfachmann bin.

In meiner Zeit – ich bin seit einigen Jahren im Ruhestand – haben wir das noch ganz anders gehandhabt. Da gab es das Sparbuch, fertig. Heute ist die Auswahl größer, was einerseits gut ist, andererseits auch verwirrt.

Meiner Meinung nach ist der entscheidende Gedanke folgender: Ein Notgroschen soll verfügbar sein. Sofort. Kein Wenn und Aber. Wenn das Heizungsaggregat im Winter den Geist aufgibt oder das Auto liegenbleibt, will man nicht erst auf Freigabe von einer Bank warten.

Daher: Tagesgeld. Ganz klar. Ich selbst hab auch einen solchen Puffer bei einer Direktbank liegen. Die Zinsen sind nicht üppig, aber das ist nicht der Sinn dieser Reserve.

Festgeld ist meiner Erfahrung nach eher was für Geld, das man sicher weiß dass man es eine Weile nicht braucht. Das ist konzeptionell was anderes.


Antwort
H.Bergmann45
Beiträge: 9
(@h-bergmann45)
Active Member
Beigetreten: Vor 7 Tagen

Ich lese das mit Interesse. Bin selbst kein Experte für sowas, aber ich find die Diskussion hier sehr hilfreich.

Nur kurz mein Gedanke: Die Sache mit der Klimaanlage die Marcus erwähnt hat – das klingt für mich nicht wie ein echeter Notfall sondern wie eine geplante Ausgabe. Da würde ich das Geld vielleicht noch gar nicht dafür einplanen und lieber separat ansparen. Der Notgroschen sollte wirklich nur für wirkliche Notfälle da sein, oder?

So hab ich das zumindest immer verstanden.


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