Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung, mein Girokonto zu wechseln und bin ehrlich gesagt etwas überfordert. Ich bin seit ein paar Jahren selbstständig und merke immer mehr, dass mein aktuelles Konto bei der Filialbank nicht wirklich auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Kontoführungsgebühren steigen, für jede einzelne Überweisung zahle ich extra und der persönliche Berater kennt mich nicht mal beim Namen.
Was ich brauche: Ein Konto wo ich auch geschäftliche Eingänge unproblematisch empfangen kann, möglichst kostenlose Überweisungen, und idealerweise eine gute App weil ich viel unterwegs bin. Ich will das Privatkonto und meine Geschäftstransaktionen zumindest halbwegs trennen können, ohne sofort ein teures Business-Konto aufmachen zu müssen.
Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Besonders interessiert mich ob reine Online-Banken hier eine gute Option sind oder ob das für Selbstständige dann doch komplizierter wird (Steuern, Nachweise gegenüber dem Steuerberater usw.).
Danke schon mal!
Ich seh das etwas anders als GerhardK42. Ob du Privat und Geschäft trennst hängt doch sehr davon ab, wie viele Transaktionen du monatlich hast. Wenn das überschaubar ist, muss es nicht unbedingt ein separates Business-Konto sein – zumindest rechtlich bist du als Einzelunternehmerin dazu nicht verpflichtet.
Ich hab mich vor einer Weile auch intensiver damit beschäftigt weil ich Lampen-Flattersymptome bei meiner eigenen Bankwahl hatte (zu viele Optionen, keine Entscheidung). Was mir geholfen hat: einfach aufschreiben welche Features du wirklich nutzt. Ich war überrascht, wie wenig ich tatsächlich brauche.
Und wo ich grad beim Geld sparen bin: Schau dir mal einen Stromanbieterwechsel an, das hat mir letztes Jahr locker 200 Euro gebracht. Gerade als Selbstständiger lohnt sich das, weil man eh jeden Euro zweimal umdreht. Hier Stromanbieter vergleichen
Kurze Anmerkung noch: Schau dir unbedingt die Konditionen für Auslandsüberweisungen an, falls du im Sommer Lieferanten oder Kunden im Ausland hast. Das wird bei vielen Konten gerne verschwiegen und kann richtig teuer werden.
Guten Tag ClaudiaK,
das ist eine Frage, die ich mir vor einigen Jahren selbst gestellt habe. Ich würde grundsätzlich empfehlen, Privat- und Geschäftsverkehr konsequent zu trennen – auch wenn das zunächst nach mehr Aufwand klingt. Viele Selbstständige unterschätzen, wie unübersichtlich es wird, wenn beides auf einem Konto läuft, besonders wenn der Steuerberater nachher die Belege sortieren muss.
Was Online-Banken angeht: Die sind heute durchaus seriös und für den Alltag gut geeignet. Allerdings würde ich darauf achten, dass die Bank auch Kontoauszüge in einem Format liefert, das gängige Buchhaltungsprogramme einlesen können – das spart wirklich Zeit.
Ein konkreter Tipp: Bevor du dich entscheidest, lohnt es sich, systematisch Girokonten zu vergleichen, und zwar nicht nur nach Grundgebühr, sondern auch nach Kosten pro Buchung und Verfügbarkeit des Kundendienstes. Manche Anbieter klingen günstig, verstecken die Kosten aber in der Transaktionsgebühr.
Und solange du eh gerade deine Finanzen als Selbstständiger optimierst, lohnt sich auch ein Blick auf den Stromtarif – da schlummern oft noch mal ein paar hundert Euro im Jahr. Ich hab das letztens durchgecheckt und war überrascht, wie viel Unterschied es macht: Hier Stromanbieter vergleichen
Also ich kann aus meiner Erfahrung sagen: N26 oder DKB taugen für Selbstständige eigentlich ganz gut, zumindest für den Anfang. Die Apps sind wirklich durchdacht – ich hab mir letztes Jahr für mein Homeoffice-Setup viel überlegt, Homeoffice auf 20qm einrichten - Welche Möbel sind wirklich nötig? – und dabei gemerkt wie wichtig eine gute digitale Infrastruktur ist, auch fürs Banking.
Der Punkt mit den Kontoauszügen stimmt aber. Ich exportier die immer als CSV und mein Steuerberater ist damit zufrieden. Musste ich aber einmal kurz mit ihm besprechen welches Format er braucht, das geht eigentlich ratzfatz.