Ich seh das ein bisschen anders als die Vorredner, auch wenn ich im Grundsatz zustimme.
Die Frage ist doch: wie groß ist dein Notgroschen wirklich und wie diszipliniert bist du? 8.000 Euro ist schon ein solider Betrag. Wenn du weißt dass du wirklich nur 4.000 davon als harten Puffer brauchst, könntest du theoretisch die andere Hälfte auf kurzlaufendes Festgeld legen – sagen wir 3 Monate. Das gibt etwas mehr Zinsen ohne dass du das Geld komplett aus der Hand gibst.
Aber hand aufs Herz – das funktioniert nur wenn man wirklich diszipliniert ist und nicht im Ernstfall durchdreht weil das Geld grad gebunden ist. Die meisten Leute (ich schließ mich da nicht aus) unterschätzen wie schnell man in einer Stresssituation falsche Entscheidungen trifft.
Also: wenn du überhaupt nicht sicher bist, alles auf Tagesgeld. Einfacher ist manchmal besser.
Also ich sehe das ähnlich wie TechFlow34 – Notgroschen und Festgeld passen einfach nicht zusammen, das ist für mich konzeptionell schon ein Widerspruch.
Ich hab mich damit beschäftigt als ich gemerkt hab, wie viel Energie (und Geld) man sparen kann wenn man wirklich plant statt einfach irgendwo parkt. Tagesgeld ist da echt flexibel und du verlierst keine Zinsen wenn du mal kurzfristig ranmusst.
Was ich persönlich mache: Drei Nettogehälter auf Tagesgeld, alles darüber wird investiert oder anders geparkt. So bleibt der Puffer wirklich ein Puffer. Ich hab dazu auch im Homeoffice-Kühl-Thread geschrieben, dass ich generell versuche liquide zu bleiben gerade im Sommer wenn unerwartete Ausgaben (Klimaanlage, Urlaub...) häufiger kommen. Das passt auch hier.
Wenn du nach einem Jahr merkst dass du den Notgroschen NIE angefasst hast, kannst du immer noch überlegen ob du einen Teil in Festgeld steckst. Aber erst dann.