Ich war beruflich viel unterwegs und hab das Urlaubsproblem immer mit einer simplen DIY-Tropfbewässerung gelöst: Plastikflasche (1,5L), kleines Loch in den Deckel gestochen, umgekehrt in die Erde. Klingt billig, ist billig, und hat bei mir fast immer funktioniert. Für empfindlichere Pflanzen hab ich trotzdem immer einen Nachbarn gebeten – lieber doppelt absichern.
Ich hab mir letztes Jahr ein paar smarte Bewässerungssensoren geholt, die per App melden wenn die Erde zu trocken ist. Für den Urlaub gibt's sogar kleine Pumpen die man mit dem Handy steuern kann – hab das damals im Smart Home Einstieg Thread kurz erwähnt. Kostet so 20-30 Euro pro Pflanze, ist aber halt technischer Aufwand. Für absolute Anfänger vielleicht erstmal übertrieben, aber wenn du eh Interesse an sowas hast kann man das gut kombinieren.
Was ich noch ergänzen würde: auf den Untersetzer achten. Viele Anfänger lassen das Wasser im Untersetzer stehen und dann stehen die Wurzeln dauerhaft nass – Stichtwort Staunässe, das killt schneller als Trockenheit. Nach dem Gießen einfach überschüssiges Wasser nach 30 Minuten wegschütten.
Also ich muss da mal kurz widersprechen was PixelProfi oben schreibt – Sukkulenten gehen auch am Ostfenster, kommt drauf an welche. Ich hab seit Jahren Aloe Vera am Ostfenster stehen und die macht das super. Die braucht auch kaum Pflege, was für Anfänger ja wichtig ist.
Generell mein Rat als jemand der schon ein paar Jahrzehnte Erfahrung mit Garten und Zimmerpflanzen hat: kauf dir beim ersten Mal lieber zu wenig als zu viel. Eine Pflanze die du kennenlernst ist besser als fünf die alle gleichzeitig eingehen. Und lies mal die Pflanzenkärtchen im Baumarkt, da steht oft überraschend viel drauf was hilfreich ist.
Das mit dem Urlaub würde ich tatsächlich über Nachbarn lösen, das ist die zuverlässigste Methode. Technik kann immer versagen.