Hallo zusammen,
ich sitze gerade an meinem Haushaltsbuch und frage mich, wie viel Geld ich jeden Monat für Streaming-Dienste rausschmeiße, ohne es wirklich zu merken. Aktuell zahle ich für Netflix (Standard mit Werbung), Disney+, Spotify und noch ein altes Audible-Abo, das ich seit Monaten kaum nutze. Macht zusammen so um die 40 Euro im Monat – das ist schon ne Hausnummer.
Jetzt wo der Sommer läuft, bin ich eigentlich viel draußen und schaue kaum was. Trotzdem zahle ich brav weiter. Da frage ich mich: Lohnt es sich, einzelne Dienste zu pausieren oder ganz zu kündigen? Manche bieten ja angeblich Pausieroptionen an, aber ich hab keine Ahnung wie das bei welchem Anbieter konkret funktioniert.
Außerdem: Habt ihr Erfahrung mit diesen Familien- oder Gruppentarifen? Ich hab gelesen, dass Netflix seit letztem Jahr da wieder strenger bei der Nutzung in verschiedenen Haushalten ist – lohnt sich das überhaupt noch mit Freunden teilen?
Und generell: Welche Abos würdet ihr als wirklich unverzichtbar einstufen und welche findet ihr im Rückblick reine Geldverschwendung? Ich bin offen für alle Erfahrungsberichte. Gerne auch wenn jemand komplett auf Streaming verzichtet – wie macht ihr das?
Danke schon mal!
Tobias
Ich muss mal kurz eine andere Perspektive einbringen: Vielleicht liegt das Problem nicht nur daran WELCHE Abos man hat, sondern wann man sie nutzt. Im Sommer schau ich auch kaum was – aber ich kündige deswegen nicht alles, weil ich im Herbst und Winter eh wieder drauf zugreife und dann bei Neukunden-Angeboten nie mehr mitmachen kann.
Stattdessen: Einfach auf den günstigsten Tarif wechseln statt kündigen. Netflix mit Werbung kostet ja inzwischen deutlich weniger als die werbefreie Variante. Wer im Sommer ohnehin kaum schaut, stört sich an den paar Werbespots auch nicht sonderlich.
Ob man Freunde irgendwie einbinden kann bei Kosten – da würde ich ehrlich sein: Das ist mittlerweile bei den meisten Diensten offiziell nicht mehr vorgesehen und geht oft schief. Lieber transparent teilen was man nutzt und separat zahlen als auf Umgehungslösungen setzen die dann doch nicht klappen.
Ich starte gerade ein Sommerprojekt wo ich generell meine monatlichen Fixkosten durchforste, da passt das Thema gut. Streaming ist da natürlich auch ein Punkt.
Mein ehrlicher Stand: Ich hab Netflix und Spotify, beide aktiv genutzt, die bleib ich. Alles andere hab ich schon vor Monaten gestrichen weil ich gemerkt hab dass ich nie wirklich rein wechsle zwischen verschiedenen Diensten – ich hab ein Hauptsystem und bleib dabei.
Was ich interessant finde: Man könnte eigentlich einen Dienst als "Sommer-Urlaub-Entertainment" behalten und alles andere konsequent für drei Monate abmelden. Manche Anbieter haben ja auch kürzere Laufzeiten inzwischen, monatlich kündbar ist eigentlich Standard. Also nichts spricht dagegen, Juli und August einfach zu pausieren und dann wieder einzusteigen wenn die Tage kürzer werden.
Kurz und sachlich: Ich hab vor ein paar Monaten schon mal im Kontext Fixkosten-Optimierung drüber nachgedacht – ähnliches Prinzip wie beim Versicherungsvergleich, den ich hier kürzlich im Forum diskutiert hab. Man zahlt Sachen jahrelang gedankenlos, bis man mal wirklich hinschaut.
Bei Streaming-Abos empfehle ich folgende Vorgehensweise: Einmal im Jahr alle Abos auflisten, Nutzung der letzten vier Wochen ehrlich einschätzen, alles unter einer Stunde pro Woche kündigen. Das klingt banal, aber die meisten Menschen machen es schlicht nicht. Audible ohne Nutzung ist ein klassisches Beispiel für sogenannte "Zombie-Abos".
Zu den Familienplänen: Netflix hat die Haushaltsregel technisch durchgesetzt und kontrolliert das aktiv per IP und Geräteprofil. Teilen über Haushaltsgrenzen hinweg ist bei Netflix seit Ende 2024 eigentlich nicht mehr verlässlich möglich. Spotify Family Plan hingegen funktioniert offiziell nur an einer Wohnadresse – wird aber weniger hart kontrolliert, solange man kein Premium-Sharing-Missbrauch betreibt.
Hab mich da jetzt auch mal durchgewühlt weil ich gerade meinen Haushalt etwas strukturierter angehe. Kurze Zusammenfassung was ich rausgefunden hab:
– Pausieren geht nur bei wenigen Diensten wirklich unkompliziert. Amazon Prime Video kann man als eigenständiges Abo pausieren, Netflix nicht mehr.
– Bei Audible: einfach kündigen. Die Guthaben-Credits bleiben erhalten auch nach Kündigung, die kann man noch nutzen. Das wusste ich lange nicht.
– Die ARD/ZDF-Mediathek wird wirklich unterschätzt, da stimme ich Petra zu. Viele aktuelle Serien und Dokus, komplett kostenlos.
– Apple TV+ läuft bei mir seit nem Jahr und ich hab kaum was geguckt – das fliegt raus.
Ich glaub die ehrlichste Frage die man sich stellen sollte ist: Wenn das Abo morgen einfach weg wäre, würde ich es sofort wieder buchen? Wenn die Antwort nicht eindeutig Ja ist – kündigen.