Hallo zusammen,
ich muss gestehen ich hab schon gefühlt jede Pflanze die ich je hatte irgendwann vertrocknet oder zum Matsch gegossen. Richtig peinlich. Jetzt hab ich aber Bock das endlich zu ändern, weil meine Wohnung so leer und steril aussieht und ich gelesen hab dass Pflanzen ja auch die Luft verbessern sollen.
Problem: ich hab absolut null Ahnung. Ich weiß nicht wie oft gießen, welche Erde für was, ob Dünger überhaupt nötig ist, nichts. Ich weiß auch nicht welche Pflanzen für Anfänger überhaupt geeignet sind – ich hab immer irgendwas Hübsches gekauft was dann nach 3 Wochen eingegangen ist.
Dazu kommt das Sommer-Problem: nächsten Monat fahr ich 2 Wochen in Urlaub (endlich mal wieder) und hab Angst was mit den Pflanzen passiert wenn ich weg bin. Gibt es da billige DIY-Lösungen zum Selbstbewässern oder so?
Außerdem wohne ich in einer Wohnung mit nicht super viel direktem Sonnenlicht, ein Fenster zeigt nach Norden das andere eher Richtung Osten. Bin gespannt ob das trotzdem klappt.
Freue mich über jeden Tipp – je einfacher desto besser!
Hey, fang einfach mit den klassischen Unkaputtbaren an: Zamioculcas (auch ZZ-Pflanze genannt), Sansevierie oder Pothos. Die überleben wirklich fast alles, auch schlechte Lichtverhältnisse. Ich hab meine ZZ seit über zwei Jahren und die braucht eigentlich kaum Wasser – einmal die Woche ist schon fast zu viel.
Für deinen Urlaub: schau dir mal die selbstgießenden Tontöpfe oder einfach diese Bewässerungskügelchen aus Glas an. Kosten auf Amazon so 10-15 Euro für ein Set, funktionieren über Kapillarkräfte und halten je nach Topfgröße 1-2 Wochen. Für 2 Wochen Urlaub würde ich die Kügelchen mit größeren Wasserreservoirs kombinieren – also einfach ne Plastikflasche umgekehrt in die Erde stecken, die Variante ist für unter 0 Euro machbar.
Bei Nordfenster würde ich wirklich nur schattenverträgliche Pflanzen nehmen. Keine Kakteen, kein Sukkulenten-Zeug, das geht bei dir wahrscheinlich kaputt.
Ich kenn das Thema von meiner Frau, die hat jahrelang Pflanzen gekillt bis wir rausgefunden haben dass es meist am Gießen liegt – zu viel ist fast schlimmer als zu wenig. Einfache Faustregel: Finger in die Erde stecken, wenn die ersten 2 cm noch feucht sind, nicht gießen. Das hat bei uns wirklich viel geändert.
Ansonsten: für Urlaub empfehle ich Tontöpfe in Schüsseln mit Wasser stellen. Das klingt simpel aber funktioniert für kurze Abwesenheiten ganz gut. Für 2 Wochen reicht das alleine aber möglicherweise nicht, da würde ich zusätzlich noch jemanden bitten der einmal schaut.
Kurze Ergänzung zum Thema Dünger weil du das angesprochen hast: im Sommer einmal im Monat ein bisschen flüssigen Universaldünger ins Gießwasser, das reicht für Anfängerpflanzen völlig aus. Keinen Dünger im Winter, viele machen den Fehler und düngen das ganze Jahr durch und wundrn sich dann warum die Pflanze komisch aussieht.
Ich sag mal ganz ehrlich: ich hab auch keinen grünen Daumen und find diesen ganzen Pflanzenhype manchmal etwas übertrieben. Aber Pothos ist wirklich unkaputtbar, das bestätige ich. Den hab ich in einer Ecke ohne viel Licht, gieße den wenn ich dran denke (also selten lol) und der wächst trotzdem munter. Wenn selbst ich den nicht umbringe ist das ein gutes Zeichen.
Für Urlaub: einfach vorher sehr gut gießen, Töpfe von der Fensterbank runter in den Schatten stellen damit sie nicht so schnell austrocknen, und gut is. Für 2 Wochen klappt das bei robusten Pflanzen meistens.