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Als Berufseinsteiger: Private Rentenversicherung oder ETF-Sparplan?

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LukasBremer
Beiträge: 1
Themenstarter
(@lukasbremer)
New Member
Beigetreten: Vor 10 Stunden
[#28]

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und stehe gerade vor einer Entscheidung, bei der ich echt nicht weiterkomme. Ich hab vor ein paar Monaten meinen ersten richtigen Job angefangen und jetzt will meine Bank mir eine private Rentenversicherung verkaufen. Gleichzeitig lese ich überall, dass ETF-Sparpläne viel besser sein sollen. Aber ich check das ehrlich gesagt nicht ganz.

Der Berater hat mir eine fondsgebundene Rentenversicherung empfohlen, so um die 150 Euro im Monat. Das klingt erstmal machbar, aber ich frage mich ob das wirklich sinnvoll ist oder ob ich das Geld lieber selbst in einen ETF-Sparplan stecken soll.

Was mich konkret beschäftigt:
- Bei der Versicherung zahle ich ja auch für Kosten und Provisionen mit, oder?
- Beim ETF bin ich flexibler, aber hab ich da auch irgendwelche steuerlichen Nachteile im Alter?
- Lohnt sich die Versicherung überhaupt noch für jemanden der gerade erst anfängt?

Ich spar gerade auch auf einen Sommerurlaub, also ist das Budget momentan sowieso etwas knapper. Aber langfristig will ich das halt angehen. Bin 24, ledig, keine Kinder, also noch kein Stress von der Familienplanung her.

Freue mich über jeden Tipp, auch wenn er ernüchternd ist!


1 Antwort
Bernd-Hollmann
Beiträge: 6
(@bernd-hollmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Ich komm eigentlich eher aus der digitalen Ecke, aber das Muster erkenn ich sofort: Wenn dir jemand aktiv etwas "empfiehlt", solltest du erstmal kritisch hinschauen wer davon profitiert.

Dein Bankberater bekommt für die Rentenversicherung eine ordentliche Provision – das ist erstmal Fakt. Die Kosten fließen direkt in deine Rendite, also schau dir unbedingt die Effektivkostenquote im Vertrag an. Die steht im Kleingedruckten.

ETF-Sparplan hat strukturell niedrigere Kosten und mehr Flexibilität. Steuerlich: Im Alter zahlst du auf Gewinne 25% Abgeltungssteuer, bei der Rentenversicherung nur auf einen Teil des Auszahlungsbetrags – das klingt besser, frisst sich aber durch die Kosten oft wieder auf.

Mein ehrlicher Tip als jemand der viel mit kleinen Fallstricken zu tun hat: Fang mit einem günstigen ETF-Sparplan an (z.B. über eine Direktbank), schau dir die Verträge der Versicherung erstmal ohne Druck an und lass dich nicht unter Zeitdruck setzen. Der Berater will einen Abschluss, nicht dein bestes Ergebnis.


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