Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Thema Altersvorsorge und merke, dass ich da ziemlich blank bin, was die konkreten Zahlen angeht. Ich bin Mitte 40, arbeite seit gut 20 Jahren sozialversicherungspflichtig und hab letzte Woche mal wieder die Renteninformation aus dem Briefkasten gezogen. Der prognostizierte Rentenbetrag hat mich ehrlich gesagt erschreckt.
Wenn ich das hochrechne auf das, was ich heute monatlich brauche – Miete, Lebenshaltung, die üblichen Dinge – dann klafft da eine ziemlich heftige Lücke. Und das noch ohne Inflation zu berücksichtigen. Ich hab versucht, das selbst durchzurechnen, aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Nimmt man den heutigen Bedarf als Basis? Welchen Inflationssatz setzt man an? Wie lange plant man eigentlich – bis 85, bis 90?
Meine Frau und ich hatten das Thema diesen Sommer eigentlich schon länger auf dem Plan, aber irgendwie hat man immer was anderes zu tun (Urlaub planen, das Haus, der Alltag). Jetzt hab ich mir vorgenommen, das endlich konkret anzugehen.
Hat jemand eine bewährte Methode oder ein Tool, mit dem man die Versorgungslücke realistisch berechnen kann? Macht ihr das selbst mit Excel oder nutzt ihr einen Berater? Und welche Faktoren sollte man auf keinen Fall vergessen?
Danke schon mal!
Ich hab mich da auch schon intensiv reingekniet, vor allem weil ich parallel das Thema Inflation-Absicherung verfolge (hab da z.B. im Thread zu Gold ETCs vs. physisches Gold mitdiskutiert).
Für die Versorgungslücke nutze ich eine einfache Formel in Excel:
1. Heutiger Nettobedarf × Inflationsfaktor bis Rentenbeginn = Bedarf bei Renteneintritt
2. Prognostizierte Rente (aus Bescheid, inflationsbereinigt schätzen)
3. Differenz × 12 × Rentenjahre = Gesamtlücke
4. Diese Summe auf die Jahre bis Rente verteilen → monatlicher Sparbeitrag
Für den Inflationsfaktor nutze ich den Zinseszins-Rechner mit 2% p.a. Wichtig: Auch die Rente steigt meist leicht an, das sollte man nicht vergessen einzurechnen. Und unbedingt Steuer auf Renteneinkünfte berücksichtigen – wird oft komplett ignoriert.