Ich würde da noch einen anderen Aspekt einwerfen: Schau mal ob in deinem alten Vertrag noch irgendwelche überholten Klauseln drin sind, z.B. zum Thema Photovoltaik oder Wallbox. Bei Häusern aus den 80ern sind solche Sachen natürlich nicht drin und wenn du jemals eine Anlage nachrüstest – und das lohnt sich ja durchaus – brauchst du entweder einen Zusatz oder einen neuen Vertrag der das abdeckt.
Ist zwar jetzt vielleicht nicht dein aktuelles Problem, aber ich versichere mein teures Hardware-Setup auch lieber einmal zu viel als einmal zu wenig und denk beim Gebäude genauso. Macht man das Haus in der zukunft smarter oder rüstet technisch nach, sollte der Vertrag da mitziehen können.
Ansonsten: Den Wechsel an sich würde ich nicht scheuen. Kündigung zum richtigen Zeitpunkt beachten, das wars eigentlich.
Hallo H.Zimmermann,
das kenne ich gut – ich hab nach meiner Pensionierung auch erstmal alle Dauerverträge unter die Lupe genommen. Bei der Wohngebäudeversicherung bin ich tatsächlich fündig geworden.
Ein Wechsel kann sich lohnen, aber dein Hinweis auf alte Verträge ist berechtigt. Manche älteren Policen haben sogenannte "grobe Fahrlässigkeit" mit eingeschlossen, was viele neuere Billigtarife weglassen. Das ist ein echter Unterschied wenn mal was passiert.
Die Anbauten sind übrigens wichtig! Wenn du die nie gemeldet hast, kann es bei einem Schaden Probleme geben – Stichwort Unterversicherung. Das solltest du unbedingt klären, egal ob du bleibst oder wechselst. Im Zweifel mal direkt beim aktuellen Versicherer nachfragen was im Vertrag als Wohnfläche hinterlegt ist.
Ich hab damals drei Angebote eingeholt und bin letztlich beim gleichen Anbieter geblieben, aber mit einem neueren Tarif – hat mir gut 120 Euro im Jahr gespart bei gleichem Schutz. Also durchaus prüfen!