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Pensionär: Wie absichern wenn gesetzliche Rente schon läuft?

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H.Bergmann
Beiträge: 1
Themenstarter
(@h-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#62]

Hallo zusammen,

ich bin seit zwei Jahren in Pension und eigentlich dachte ich, das Thema Altersvorsorge hätte sich damit erledigt. Aber je länger ich drüber nachdenke – und gerade im Sommer wenn man mehr Zeit hat und mal in Ruhe die Kontoauszüge durchschaut – desto unsicherer werde ich.

Die gesetzliche Rente läuft, das ist okay. Aber ich merke dass die Inflation in den letzten Jahren wirklich reingehauen hat. Was früher für Reisen, Hobbys (ja, auch MMORPGs kosten was, Abos usw.) und den normalen Haushalt gereicht hätte, ist heute deutlich enger. Ich hab noch etwas Erspartes auf dem Tagesgeldkonto rumliegen, aber das frisst die Inflation ja auch auf.

Meine Frage: Macht es in meinem Alter überhaupt noch Sinn, da irgendwas umzuschichten oder zusätzlich abzusichern? Ich hab keine Ahnung ob sich sowas wie ein ETF-Sparplan noch lohnt wenn man schon Mitte 60 ist, oder ob man da eher auf Sicherheit setzen sollte. Auch das Thema Pflegeabsicherung beschäftigt mich zunehmend – ich bin viel gereist, kenne Leute die das in anderen Ländern komplett anders lösen, aber was ist hierzulande wirklich sinnvoll?

Freue mich über Erfahrungsberichte von Leuten die in ähnlicher Situation sind oder sich gut damit auskennen. Danke!


3 Antworten
HausSchutz47
Beiträge: 15
(@hausschutz47)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das Pflegethema treibt mich auch um seit ich mein Haus habe – falls mal was ist, will ich nicht dass die Immobilie dafür draufgeht. Ich schau mich da gerade selbst um. Dein Punkt mit der Inflation kenn ich, merke ich auch. Keine einfachen Antworten leider, aber die Verbraucherzentrale wurde mir auch schon empfohlen.


Antwort
MedSkeptiker47
Beiträge: 19
(@medskeptiker47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Frage, und ich würde da mal etwas gegen den Strom schwimmen: Ich bin generell skeptisch gegenüber dem, was einem Banken oder Versicherungsberater in dieser Situation empfehlen. Die haben natürlich ein Interesse daran, dass du umschichtest oder neue Produkte kaufst – weil dabei Provisionen fließen. Das bedeutet nicht, dass ein ETF-Sparplan mit Mitte 60 sinnlos ist, aber man sollte die Kosten und die tatsächliche Renditeerwartung nüchtern durchrechnen, bevor man was unterschreibt.

Beim Thema Pflegeversicherung würde ich mir anschauen, was die privaten Zusatzversicherungen wirklich leisten – also die Kleingedruckten, nicht die Hochglanzbroschüre. Viele Leistungen werden im Ernstfall doch nicht ausgezahlt weil irgendwelche Bedingungen nicht erfüllt sind. Da lohnt sich ein kritischer Blick auf unabhängige Vergleiche oder die Verbraucherzentrale, nicht auf Vermittlerportale.


Antwort
TobiasK34
Beiträge: 18
(@tobiask34)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Als IT-Admin bin ich jetzt zwar kein Rentenexperte, aber ich hab mich letztes Jahr selbst ein bisschen damit beschäftigt weil ich irgendwann ja auch in die Richtung denken muss.

Für Mitte 60 gilt grob: ETF geht noch, aber der Anlagehorizont ist kürzer, also würde man eher nicht 100% Aktien nehmen sondern vielleicht nen ausgewogenen Ansatz mit mehr Anleihenanteil. Das reduziert das Risiko dass man genau dann verkaufen muss wenns gerade crasht.

Für die Pflegeabsicherung hab ich von einem Kollegen gehört dass die Verbraucherzentrale dort wirklich unabhängige Beratung anbietet, ohne dass jemand was verkaufen will. Könnte ein erster Schritt sein bevor man zu irgendeinem Versicherungsmakler geht. Rainer hat ja auch Recht dass man da genau hinschauen sollte was im Kleingedruckten steht.


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