Hallo zusammen,
ich arbeite Vollzeit in der Buchhaltung und komme abends oft erst gegen 18-19 Uhr nach Hause. Im Winter hab ich das irgendwie besser hinbekommen, da hab ich öfter vorgekocht und war irgendwie motivierter. Aber gerade im Sommer läuft das bei mir komplett aus dem Ruder – es ist heiß, ich hab keine Lust zu kochen, greife dann schnell zu irgendwas Falschem oder esse einfach gar nichts Vernünftiges.
Ich hab bemerkt, dass ich in den letzten Wochen wirklich unregelmäßig esse und das merke ich auch bei der Arbeit – Konzentration nachlässt, fühle mich schlapp. Ich will eigentlich keine strikte Diät, sondern einfach eine vernünftigere Alltagsernährung die sich auch für Berufstätige mit wenig Zeit realisieren lässt.
Hat jemand Tipps wie man das als Vollzeitbeschäftigter im Sommer sinnvoll strukturiert? Meal Prep klingt gut, aber an Sonntagen hab ich ehrlich gesagt auch nicht immer die Energie dafür. Mich interessiert auch ob sowas vielleicht sogar über betriebliche Gesundheitsvorsorge gefördert werden kann – das kenne ich aus meinem Berufsumfeld noch nicht so gut.
Freue mich über praktische Erfahrungen, keine Theorien bitte 😊
Viele Grüße
Sabrina
Ehrlich gesagt bin ich da etwas skeptisch was die betriebliche Gesundheitsvorsorge angeht – in der Praxis sind das oft Zuschüsse für Fitnessstudios oder Rückenkurse, bei Ernährungsberatung ist das schon deutlich seltener. Kommt stark auf den Arbeitgeber an. Nicht zu viel erwarten.
Ansonsten: kalte Küche im Sommer, Hülsenfrüchte aus der Dose, Feta, Tomaten – fertig. Weniger aufwändig als jedes Meal Prep und trotzdem nährstoffreich. Ich hab keine Zeit für lange Kochsessions und das muss auch nicht sein.
Ich kenn das Problem ehrlich gesagt eher aus finanzieller Perspektive – man gibt im Sommer mehr Geld für Essen unterwegs aus weil man nicht plant. Was ich mir überlegt habe (und langsam auch umsetze): Donnerstags oder Freitags kurz einkaufen und nur für 3-4 Tage planen statt für die ganze Woche. Kleiner Aufwand, aber mehr Kontrolle. Großes Meal Prep am Sonntag hab ich auch nie konsequent durchgehalten, der Ansatz mit kürzeren Intervallen klappt besser wenn man eh wenig Zeit hat. Zur Förderung über den Arbeitgeber kann ich nichts sagen, das ist nicht mein Thema – aber ich würde da einfach mal direkt die Personalabteilung fragen, lohnt sich oft mehr als man denkt.
Zur betrieblichen Förderung: Ja, viele Arbeitgeber bieten das an, manchmal über die Krankenkasse als Zuschuss zu Ernährungskursen. Lohnt sich nachzufragen.
Ansonsten – ich löse das komplett digital. Es gibt Apps die automatisch Einkaufslisten aus Rezepten generieren, das spart pro Woche locker 20-30 Minuten Planungszeit. Für Berufstätige mit Zeitmangel ist sowas Gold wert. Ich nutze sowas ähnliches wie ich es auch für andere Bereiche einsetze (hab dazu mal im Mobile Grundausstattung 2026 Thread geschrieben). Konkret für Ernährung: Rezepte mit max. 15 Minuten Zubereitung filtern, Einkauf einmal wöchentlich automatisiert planen. Im Sommer eignen sich Salate und kalte Gerichte perfekt weil kein Kochen nötig – das hält auch die Motivation oben.