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Absicherung als Freelancer: Lücken im Versicherungsschutz erkennen?

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Vorsorge-Heinz73
Beiträge: 3
Themenstarter
(@vorsorge-heinz73)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#50]

Hallo zusammen,

ich mache mir gerade Gedanken über meinen Versicherungsschutz als Freiberufler. Ich arbeite seit etwa zwei Jahren von zu Hause aus, hauptsächlich als IT-Berater, und habe das Gefühl, dass ich da einige wichtige Dinge vielleicht übersehen habe.

Meine Haushaltversicherung deckt ja eigentlich privaten Kram ab – aber was ist mit meinem beruflichen Equipment? Ich hab hier ein Laptop, zwei Monitore, eine externe Festplatte und allerlei anderes Zeug stehen, das insgesamt sicher 4.000-5.000 Euro wert ist. Fällt das bei einem Wasserschaden oder Einbruch mit rein oder brauche ich dafür was Eigenes?

Dann ist da noch die Frage nach der Berufshaftpflicht. Ich arbeite für Firmenkunden und liefere manchmal auch Code oder Konzepte ab. Was passiert wenn da mal was schiefläuft und der Kunde einen Schaden geltend macht?

Und ehrlich gesagt frage ich mich auch, ob ich irgendwas bezüglich Berufsunfähigkeit bedenken sollte. Als Freiberufler ohne Netz des Arbeitgebers ist das ja noch mal eine andere Situation.

Jetzt im Sommer plane ich ohnehin meinen Urlaub und möchte das Thema Versicherungen vorher noch ordentlich angehen, damit ich mit ruhigem Gewissen wegfahren kann. Bin für jeden Hinweis dankbar, was wirklich notwendig ist und was eher nice-to-have.

Viele Grüße,
Heinz


2 Antworten
HelmutS
Beiträge: 14
(@helmuts)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Was H.Zimmermann sagt stimmt – die Hausratversicherung ist beim Thema berufliches Equipment oft eine Falle. Ich hab das selbst mal nachgfragt und war überrascht wie klein das Kleingedruckte war.

Ein konkreter Tipp: Es gibt spezialisierte Anbieter die sogenannte Elektronikversicherungen für Selbstständige anbieten. Die decken dann wirklich Geräteausfälle, Bedienungsfehler, Überspannung etc. ab – also Sachen die eine Hausrat sowieso nicht abdeckt. Kostet nicht die Welt und gibt einem ein deutlich ruhigeres Gefühl wenn der Laptop mitten im Kundenprojekt den Geist aufgibt.

Zur Berufshaftpflicht: Für IT-Berater gibt es mittlerweile recht günstige Spezialtarife, je nach Jahresumsatz. Ich würde da nicht zu lange warten, gerade wenn du Firmenkunden hast die vertraglich sowas sogar voraussetzen könnten.

Guten Urlaub jedenfalls – ich hab gerade auch überlegt wie ich den Sommer plane.


Antwort
H.Zimmermann
Beiträge: 15
(@h-zimmermann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hallo Heinz,

das sind durchaus berechtigt Fragen, die sich viele Selbstständige zu spät stellen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung ein bisschen, weil ich mich in letzter Zeit auch mehr mit sowas befasse.

Zur Hausratversicherung: Viele Policen schließen beruflich genutzte Geräte explizit aus oder begrenzen die Erstattung stark. Du solltest unbedingt den genauen Wortlaut deines Vertrags prüfen oder beim Versicherer nachfragen. Manche Anbieter haben spezielle Erweiterungen für Homeoffice-Nutzung, die man zubuchen kann – das ist oft günstiger als eine komplett separate Police.

Die Berufshaftpflicht für IT-Berater ist meiner Meinung nach keine Option sondern ein Muss. Gerade wenn du Code oder Konzepte lieferst und ein Fehler beim Kunden Folgekosten verursacht, können da schnell fünfstellige Beträge entstehen. Und ohne Haftpflicht hängst du komplett in der Luft.

Zur Berufsunfähigkeit: Ja, als Freiberufler ohne Arbeitgeber-Absicherung ist das wirklich ein Thema. Gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift oft erst sehr spät und reicht kaum. Eine private BU solltest du zumindest mal durchrechnen lassen.

Viel Erfolg und guten Urlaub!


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