Liebe Community,
ich mache einen großen Schritt: Nach 25 Jahren im Personalwesen starte ich jetzt mein eigenes Beratungsunternehmen für Unternehmenskultur und Personalentwicklung. Theoretisch kenne ich vieles aus meiner früheren Tätigkeit, aber jetzt sitze ich selbst in der Verantwortung und merke, dass mir ein systematischer Überblick fehlt.
Meine größten Fragen:
1. Wo ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht in meinem Fall wirklich relevant?
2. Brauche ich neben der KV als Selbstständige auch noch eine Erwerbstätigkeitsversicherung, oder ist das Panikmache?
3. Wie viel Altersvorsorge sollte ich mir selbst aufbauen – gibt es da Orientierungswerte für Solo-Gründer?
4. Viele sagen, im Sommer sollte man seine Versicherungen überprüfen. Macht das als Neugründer besonders Sinn?
Ich bin ehrlich: Ich möchte keine teuren Versicherungen für Probleme abschließen, die ich nie haben werde, aber auch keine kritischen Lücken lassen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Danke schonmal! Sabine
Sabine, sehr gute Frage! Als Designer arbeite ich auch teilweise projektbezogen, kenne also ähnliche Herausforderungen. Meine Erkenntnis: Bei Beratungsleistungen ist die Berufshaftpflicht meist das Kernstück. Gerade wenn du Personalentwicklung machst, können Fehler teuer werden. Ich würde die mindestens absichern. Zur KV: Ja, du brauchst eine als Selbstständige, aber die "Erwerbstätigenversicherung" ist eher ein Versicherungsverkäufer-Konstrukt – nicht blind abschließen.
Zu deiner Frage mit dem Sommerceck: Macht als Neugründer erst ab Jahr 2 Sinn, vorher hast du eh zu wenige Daten über dein Geschäft.