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Versicherung für altes Haus – worauf muss ich besonders achten?

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ClaudiaH
Beiträge: 35
Themenstarter
(@claudiah)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#42]

Hallo zusammen,

wir haben letztes Jahr ein Haus von 1962 geerbt und nutzen es jetzt selbst. Schönes Haus, aber natürlich mit allem was dazugehört: alte Leitungen, Holzbalkendecken im Dachgeschoss, Keller der bei starkem Regen schonmal feucht wird. Jetzt wollte ich die Versicherungen endlich ordentlich regeln – bisher lief da noch der alte Vertrag meiner Tante, den haben wir erstmal übernommen.

Mein Problem: Ich hab ehrlich gesagt kaum Ahnung was bei einem so alten Gebäude anders ist als bei einem Neubau. Ich lese immer wieder von Unterversicherung, von Wohnflächenangaben die nicht mehr stimmen, oder davon dass bestimmte Schäden bei alten Elektroleitungen gar nicht gedeckt sind. Stimmt das? Worauf sollte ich also wirklich achten wenn ich jetzt einen neuen Vertrag abschließe oder den alten prüfe?

Ich frag auch deshalb, weil wir gerade im Sommer ein paar Renovierungsarbeiten planen (Dachboden ausbauen, Fenster tauschen) und ich nicht möchte dass wir da irgendwas versäumen was dann im Schadensfall zum Problem wird. Habt ihr Erfahrungen mit alten Häusern und Versicherungen? Worauf würdet ihr schauen?

Danke schon mal!


3 Antworten
Markus-Breitner
Beiträge: 3
(@markus-breitner)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Was Marco oben schreibt stimmt soweit, aber ich würd noch einen Punkt ergänzen der oft übersehen wird: der gleitende Neuwertfaktor. Bei Altbauten wird der Versicherungswert häufig anhand des Baujahres und der damaligen Baukosten berechnet – das kann heute massiv von den tatsächlichen Wiederherstellungskosten abweichen. Einfach mal ausrechnen lassen was es kosten würde das Haus heute neu zu bauen (ungefähr), und das mit der Versicherungssumme vergleichen.

Außerdem: Elementarschadenversicherung! Bei einem Keller der schonmal feucht wird, würde ich das ganz oben auf die Liste setzen. Hochwasser, Starkregen – das wird in den nächsten Jahren nicht weniger. Und viele Standardverträge decken das eben nicht automatisch ab.

Zu den Renovierungen: Bitte auch prüfen ob während laufender Umbauarbeiten der Versicherungsschutz eingeschränkt ist. Manche Verträge haben da Klauseln für Rohbauphasen o.ä. Einfach vorher kurz beim Versicherer anrufen und schriftlich bestätigen lassen.


Antwort
Marco_94
Beiträge: 5
(@marco_94)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das Thema kenn ich ein bisschen aus eigener Erfahrung mit nem alten Objekt (Familiengeschichte, langer Rede kurzer Sinn). Das Wichtigste erstmal: Den übernommenen Altvertrag unbedingt von einem unabhängigen Versicherungsmakler checken lassen, nicht einfach weiterlaufen lassen. Die alten Verträge haben oft noch Quadratmeterpreise oder Gleitzonenregelungen aus den 90ern drin, die heute nicht mehr passen.

Bei alten Elektroleitungen ist es tatsächlich so, dass manche Versicherer Leitungsschäden oder Brandschäden durch veraltete Elektrik nur mit Einschränkungen übernehmen – oder sie verlangen eine Prüfung durch einen Elektriker als Bedingung. Das sollte im Kleingedruckten stehen.

Für eure Renovierungsarbeiten: Wenn ihr den Dachboden ausbaut und dabei die Wohnfläche vergrößert, muss das dem Versicherer gemeldet werden – sonst habt ihr im Schadensfall ein riesiges Problem. Das ist kein Scherz, sowas führt im Zweifel zur Kürzung der Entschädigungssumme. Fensteraustausch ist dagegen meist unkritisch, aber kurz nachfragen schadet nicht.


Antwort
Markus8978
Beiträge: 6
(@markus8978)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Elementarschutz ist wirklich das A und O, da kann ich Markus nur zustimmen. Hab das selber mal unterschätzt und bereue es bis heute ein bisschen. Sonst: einfach mal ein zwei Angebote einholen und vergleichen, die Unterschiede bei alten Gebäuden sind erheblich.


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