Hallo zusammen,
ich beschäftige mich ja beruflich viel mit Fitness-Trackern und Health-Apps – und mir ist dabei eine interessante Frage aufgekommen: Können diese digitalen Tools eigentlich auch bei der Altersvorsorge helfen?
Ich meine das nicht esoterisch, sondern ganz praktisch. Es gibt ja mittlerweile Versicherungen, die euer Bewegungsprofil über Apps wie Apple Health oder Fitbit berücksichtigen und dafür Rabatte geben. Manche private Krankenversicherungen oder Lebensversicherungen honorieren nachgewiesene Aktivität. Andererseits – und das ist mein größtes Bedenken – möchte ich meine Gesundheitsdaten nicht überall teilen müssen.
Habt ihr damit Erfahrungen gemacht? Lohnt sich das wirtschaftlich überhaupt, wenn man seine Daten dafür hergibt? Und worauf sollte man bei den Bedingungen achten? Nutzen die Versicherer diese Daten auch, um später die Leistungen zu kürzen, wenn man mal weniger aktiv ist?
Freue mich auf eure praktischen Tipps!
Haha, Marcus – nach 20 Jahren Selbstständigkeit kann ich dir sagen: Diese Health-Versicherungen mit Tracking sind teuer für den, der sie anbietet. Daten sind wertvoll. Du fütterst quasi den Versicherer mit deinen Informationen und bekommst nen paar Euro zurück. Mach das nicht. Besser: Standardversicherung suchen, die fair ist, und die Ersparnisse selbst in Sparpläne stecken.
Guter Ansatz, aber ich sehe das eher kritisch aus finanzplanerischer Sicht. Wenn dich interessiert: Ich habe das in meinem Artikel zu Versicherungskosten als Hausbesitzer kurz erwähnt – Versicherungskosten als Hausbesitzer optimieren. Die Rabatte sind oft nur 5-10%, aber die Datenweitergabe kann langfristig zu höheren Prämien führen, wenn die Versicherer merken, dass deine Aktivität abnimmt. Für die echte Altersvorsorge würde ich eher auf ETF-Sparpläne setzen – da verlierst du nicht auf diese psychologische Weise Geld.
Danke euch für die ehrliche Einschätzung! Klaus, dein Punkt zu den Datenschutzerklärungen ist genau das, was mich am meisten beschäftigt. Ich beschäftige mich ja täglich mit Health-Apps und sehe da oft: Die einfache Kalorienzähler-App sammelt mehr Daten als nötig. Markus, dein Punkt zum ETF-Sparplan leuchtet ein – das ist ja stabiler. Rainer, dein Hinweis zur Datenwertigkeit trifft es. Ich glaube, ich werde die Rabatt-Versicherungen lieber meiden und stattdessen bewusster sparen. Danke!
Das ist natürlich spannend für deine Gesundheits-Perspektive, Marcus. Ich beschäftige mich gerade mit dem Vermögensaufbau als Freelancer und merke: Die Rabatte sind nett, aber minimal. Ehrlich gesagt finde ich das eher psychologisch tricky – wenn die Versicherung ständig auf meine Aktivität schaut, entsteht da ein weird Vertrauensverhältnis. Für echte Altersvorsorge brauchst du strukturierte Sparquoten, nicht volatile Rabatte basierend auf deinem Fitbit-Status. Meine Meinung.