Hallo zusammen,
ich bin jetzt Mitte 40 und frage mich langsam, ob meine aktuelle Strategie ausreicht. Ich zahle regelmäßig in die Riester-Rente ein (mit Arbeitgeberzuschuss) und natürlich in die gesetzliche Kasse. Bisher habe ich nie wirklich einen Plan gemacht, ob das am Ende reicht.
Das Problem: Die politischen Diskussionen um die Rentensicherung machen mir zunehmend Sorgen. Und ich höre immer öfter von ETF-Sparplänen, die angeblich besser sein sollen als Riester. Aber ich bin ehrlich – ich bin kein großer Börsen-Experte und habe nur begrenzte Zeit für Recherche neben meinem Job.
Meine Fragen:
1. Macht es noch Sinn, die Riester weiterzuführen, oder sollte ich umstellen?
2. Wie ermittle ich überhaupt, ob meine jetzige Absicherung später genügt?
3. Falls ich zusätzlich sparen sollte – lieber einfach einen ETF-Sparplan starten oder etwas anderes?
Wäre dankbar für praktische Erfahrungen, nicht die Lehrbuch-Antwort.
Hey Michael,
heartlicher, aber praktisch schwer zu beantwortend ohne deine konkreten Zahlen – aber das verstehe ich, dass du die hier nicht posten willst.
Ein paar schnelle Punkte aus meiner Erfahrung: Die Riester funktioniert vor allem, wenn der Arbeitgeberzuschuss da ist. Diesen aufzugeben wäre meiner Meinung nach dumm. Aber: Riester allein ist bei den aktuellen Konditionen oft nicht mehr das Nonplusultra für extra Rendite.
Was ich würde: Riester behalten, aber parallel einen schlichten ETF-Sparplan starten (z.B. World-Index). Das ist nicht kompliziert und braucht keine tägliche Aufmerksamkeit. Deine Versorgungslücke ermittelst du, indem du deine erwartete Rente grob hochrechnest (Rentenversicherung hat einen Online-Rechner) und dann schaust, wie viel Kaufkraft dir fehlt.
Mit Mitte 40 hast du noch genug Zeit. Würde nicht zu viel Zeit mit Perfektionieren verbrauchen – regelmäßig sparen ist wichtiger als die beste Quote.