Hallo zusammen,
ich befasse mich seit Jahren mit ETF-Sparplänen und Depotoptimierung und habe auch meine Altersvorsorge entsprechend strukturiert. Nun ergibt sich die Möglichkeit, dass ich für mehrere Jahre ins Ausland gehe – wahrscheinlich eher Südeuropa als Südostasien.
Meine Frage zielt auf die praktischen Fallstricke ab: Ich habe über 80k in ETF-Sparplänen, eine Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Was muss ich da wirklich angehen, bevor ich mein Depot bei der deutschen Bank im Ausland weiterlaufen lasse?
Ich lese immer wieder von Problemen mit Online-Banking, fehlenden deutschen Adressen oder verstrickten Steuerregelungen. Gibt es da systematische Fehler, die häufig passieren? Und: Lohnt sich ein Wechsel zu einer internationalen Bank schon im Vorfeld, oder kann man das hinziehen?
Freue mich auf konkrete Erfahrungen von euch!
Interessante Frage! Ich muss ehrlich sagen: Als jemand, der sich mit Altersvorsorge und Absicherung beschäftigt, würde ich das ganz nüchtern sehen. Dein Depot selbst ist das kleinste Problem – das läuft einfach weiter. Kritischer finde ich deine Berufsunfähigkeitsversicherung: Wenn du ins Ausland gehst und nicht mehr in Deutschland arbeitest, kann die schnell ungültig werden oder Leistungen verweigern. Das ist der echte Knackpunkt. Risikolebensversicherung ist weniger problematisch, aber auch dort: Manche Versicherer kündigen bei Auswanderung. Meine Empfehlung wäre, dich VORHER mit deinem Versicherer in Verbindung setzen – schriftlich, per Mail. Dann hast du Klarheit und Dokumentation. Banking-weise: Ja, ein Account bei einer internationalen Bank macht Sinn, kostet dich aber auch Zeit beim Setup jetzt.