Moin zusammen, ich bin jetzt gut 3 Jahre Rentner und fahre deutlich weniger als früher im Job. Mein Auto steht mehr in der Garage als auf der Straße – maximal Besorgungen und gelegentliche Spazierfahrten. Trotzdem zahle ich noch die gleiche Prämie wie damals, als ich täglich pendeln musste.
Mich interessiert: Gibt es Optionen, die Police anzupassen, ohne dass ich am Ende schlechter abgesichert bin? Ich kenne einige aus meinem Bekanntenkreis, die nach der Rente schnell ihre Versicherungen durchgesehen haben, aber mir ist nicht klar, wo da die Knackpunkte sind.
Auch habe ich gelesen, dass man die jährliche Kilometer-Fahrleistung angeben kann. Stimmt das? Wie ehrlich muss man da sein – und lohnt sich das überhaupt finanziell? Mich verunsichert etwas, dass bei weniger Kilometer auch der Schadensfreiheitsrabatt beeinflusst werden könnte. Hat da jemand konkrete Erfahrungen gemacht?
Freue mich über praktische Tipps!
Gute Frage, Heinz. Nach 40 Jahren Erwerbstätigkeit kenne ich dieses Dilemma gut – man zahlt oft noch nach alten Maßstäben.
Bei Jahreskilometern lohnt sich eine Reduktion tatsächlich: Viele Versicherer bieten Rabatte ab ca. 7.000–10.000 km/Jahr. Wichtig: Die Angabe ist ernst gemeint – bei Überschreitung kein Versicherungsschutz. Dein Schadensfreiheitsrabatt bleibt aber erhalten, das ist ein Mythos.
Auch wichtig: Prüfe deine Deckungssummen. Viele ältere Policen haben 7–8 Mio. Euro, das reicht heute oft nicht mehr. Schau dir auch an, ob Ärgervermeidungs-Module oder erweiterte Leistungen noch sinnvoll sind.
Mein Tipp: Lass dich von deinem Versicherer eine Anpassungsberechnung geben – kostet nix und zeigt dir sofort, ob Einsparungen möglich sind.