Moin zusammen, ich bin nun im Ruhestand und liebäugel schon lange mit dem Gedanken, mal 6 Monate am Stück in südeuropäischen Ländern zu verbringen – Portugal, Spanien, vielleicht auch Griechenland. Nicht als Tourist, sondern als echter Langzeitaufenthalt mit Wohnung.
Meine Frage: Wie kalkuliert ihr realistische Monatsbudgets? Mich interessieren nicht die üblichen 800-Euro-Digital-Nomad-Märchen, sondern echte Lebenshaltungskosten für komfortable Unterkünfte (gutes Klima, vernünftige Kühlung), Nebenkosten, lokales Essen und den ganzen Rest.
Ich habe mich bisher viel mit ETF-Sparern und Vermögensaufbau beschäftigt – das finanzielle Fundament sitzt. Aber wie geht man mit laufenden Investitionen um, wenn man 6 Monate weg ist? Muss ich alles pausieren, oder läuft das einfach weiter?
Hat jemand von euch konkrete Erfahrung mit solchen zeitlich begrenzten Auswanderungsphase und kann mir sagen, was ich unterschätze?
Horst, gute Frage. Zu den Kosten: Portugal rechne ich mit 1.500–2.000 Euro monatlich für solide Verhältnisse (ordentliche Wohnung, nicht die Billigoption). In Spanien eher 1.800–2.300, je nach Region. Griechenland ähnlich wie Portugal, aber weniger zuverlässige Infrastruktur.
Zum Investmentthema: Deine ETFs laufen parallel weiter, keine Sorge. Automatische Sparpläne kannst du von überall aus pausieren oder behalten. Wichtiger ist die Steuerseite – wo du gemeldest bist, kann Auswirkungen haben. Mit deinem Erfahrungsstand würd ich dir raten, vorher mal mit einem Steuerberater zu klären, ob es für deine Situation relevant ist.
Mein Tipp: Starte mit 3 Monaten, nicht direkt 6. Dann siehst du realistisch, was du wirklich brauchst. Gerade bei Klimatisierung gibt's regionale Unterschiede – manche Gegenden sind günstig zu kühlen, andere kosten dich ein Vermögen.