Hallo zusammen,
als IT-Berater beschäftige ich mich viel mit Fintech und digitalen Banking-Lösungen. Mir fällt auf, dass immer mehr Banken auf KI-gestützte Systeme setzen - Chatbots für Kundenberatung, automatisierte Kreditprüfung, algorithmische Anlageberatung.
Jetzt im Sommer stehen bei vielen Banken wieder Umbaumaßnahmen an (nutzen die ruhigere Urlaubszeit), und ich sehe, wie Filialen geschlossen oder zu reinen Automaten-Standorten umgebaut werden.
Meine Frage: Seht ihr Bankkaufleute als Berufsgruppe komplett verschwinden oder wandelt sich das Berufsbild nur? Welche anderen Branchen trifft es ähnlich hart? Ich denke da an Versicherungen, Immobilienberatung, sogar Steuerberatung.
Besonders interessant finde ich: Wo entstehen neue Jobs durch die Automatisierung? Jemand muss ja die ganzen KI-Systeme betreuen und überwachen.
Was sind eure Erfahrungen? Arbeitet jemand von euch in einer Branche, die gerade umgekrempelt wird?
Grüße
Hans
Hi Hans,
das ist echt ein spannendes Thema! Ich bin gerade dabei, nach 8 Jahren Babypause wieder ins Berufsleben einzusteigen und merke, wie sich alles verändert hat. Früher bin ich noch in die Filiale gegangen für alles - heute mache ich fast nur noch Online-Banking.
Bei uns in der Stadt haben sie letztes Jahr zwei Sparkassen-Filialen zugemacht. Aber ehrlich gesagt, ich denke nicht, dass die Bankkaufleute komplett wegfallen. Die werden wahrscheinlich eher zu sowas wie "Finanzberatern" für komplizierte Sachen. Wenn ich mal ne größere Finanzierung brauche oder Anlageberatung, will ich schon noch mit einem echten Menschen sprechen, nicht nur mit nem Chatbot.
Was mich mehr beschäftigt: Ich überlege gerade, ob ich eine Umschulung in Richtung IT machen soll, weil da ja überall neue Jobs entstehen. Aber mit fast 40 und nach so langer Pause... ist das noch realistisch? Hat jemand Erfahrung damit?
Versicherungen trifft es glaub ich genauso. Hab letztens online eine Hausrat abgeschlossen - ging super schnell, kein Berater nötig.
LG Claudia