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ETF-Sparplan im Ruhestand: Welche Entnahmestrategie macht Sinn?

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RentenProfi62
Beiträge: 0
Themenstarter
(@rentenprofi62)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#37]

Hallo zusammen, ich bin jetzt seit zwei Monaten in Rente und stelle mir eine grundsätzliche Frage zur Vermögensstrukturierung. Während meiner Zeit als Bankkaufmann habe ich mir ein kleines ETF-Portfolio aufgebaut, das jetzt etwa 40% meiner Altersvorsorge ausmacht. Die klassischen Rentenpapiere decken die Grundsicherung ab, aber ich möchte das Depot nicht einfach nur liegen lassen.

Meine Überlegung: Soll ich weiterhin monatlich kleine Beträge einzahlen (trotz Renteneinkommen), oder sollte ich lieber nach einer Entnahmestrategie wie der 4%-Regel arbeiten? Im Sommer hat man ja Zeit, sich solche Dinge gründlich zu überlegen. Mich interessiert besonders, wie andere das handhaben – gibt es hier jemanden, der ähnlich plant?

Zum Hintergrund: Ich bin Ende 60er, kinderlos, und meine Lebensversicherungen sind längst aus dem Spiel. Eher konservativ veranlagt, aber nicht paranoid. Danke für Input!


3 Antworten
Helmut B.
Beiträge: 15
(@helmutbrandt)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ein kluger Gedanke in dieser Lebensphase, Heinz. Nach 40 Jahren im Arbeitsleben verstehe ich die Ungeduld – endlich Zeit für strategisches Denken ohne Karrieredruck. Meine Erfahrung: Die meisten unterschätzen, wie wichtig die psychologische Komponente ist. Eine einfache Entnahmestrategie (sagen wir 3-4% im Ruhestand, mit Erhöhung nur bei Inflation) gibt dir mehr Ruhe als ständiges Optimieren. Deine Bankausbildung hilft dir hier auch – du kennst die Fallstricke. Wichtig: Lass dir Zeit für die Reisen, die du immer aufschieben musstest. Das bringt dir mehr als eine extra halbe Prozentrendite. Vielleicht als parallel-Gedanke für die Sommer-Planung?


Antwort
T.Hoffmann
Beiträge: 8
(@t-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Heinz, ich sehe da ein typisches Problem in der Finanzberatung. Die ganzen Standard-Empfehlungen zur 4%-Regel sind oft nur Marketing für aktive Fondsmanager. Real gesprochen: Mit 40% ETF-Anteil und sicherer Rentenbasis kannst du viel entspannter agieren als die Anlage-Gurus dir einreden. Mein Punkt – warum noch einzahlen? Nutze die Dividenden und Ausschüttungen direkt zur Lebenshaltung. Das ist psychologisch besser UND steuerlich interessant. Die 4%-Regel gilt für den klassischen Vermögensaufbau, nicht für deinen Fall. Du bist raus aus dem Hamsterrad – dann auch konsequent raus. Lass es einfach arbeiten.


Antwort
Marco_198789
Beiträge: 10
(@marco_198789)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Frage! Ich kenne das ähnlich – bei uns im Haus ähnlich angelegt. Was ich empfehle: Misch doch einfach beide Strategien. Im Sommer, wenn weniger los ist, systematisch 100-150€ monatlich weiter einzahlen (kleine Sparquote aus der Rente), und parallel die Ausschüttungen entnehmen. Das gibt dir psychologische Sicherheit und die Depots wachsen weiter gegen Inflation. Ich fahre das so bei meinen Versicherungsabschlüssen auch – kleine, regelmäßige Transfers statt großer Block. Hast du die Sparquote aus deinem Bankerjob noch im Reflex? Das hilft oft mehr als Renditeoptimierung. Link zum Gaming-Setup-Thread – da haben wir über ähnliche Planungslogik diskutiert: Smart-Home Gaming-Setup: Stromkosten senken


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