Hey zusammen, ich bin aktuell am überlegen, ob ich den Sprung wage und für 1-2 Jahre rausgehe – nicht komplett auswandern, eher so digitales Nomading mit flexiblen Orten. Das Ding ist: Ich hab mir in den letzten 3 Jahren nen soliden ETF-Sparplan aufgebaut (monthly ~500€ MSCI World / All-Country Mix) und verdiene parallel über freie Projekte – reicht aber nicht immer konsistent.
Meine Fragen:
1. Wie haltet ihr euren Sparplan am Laufen, wenn ihr mobil seid? Automatische Sparplan-Ausführung über deutsche Bank auch aus dem Ausland?
2. Brauche ich separate Versicherungen (Kranken, Haftpflicht) oder reicht eine internationale Lösung?
3. Worauf habt ihr bei der Wahl der Länder finanziell geachtet – Steuern, Lebenshaltung vs. Internetqualität?
Ich bin technik-affin und nutze schon etliche Tools für Finanzverwaltung, aber beim Thema ‚Langzeitreisen mit Geldanlage' bin ich noch nicht ganz schlüssig. Hat jemand konkrete Erfahrung damit gemacht?
Thx schonmal!
Hallo Markus, aus meiner Perspektive als Eigenheimbesitzer kann ich dir zum Versicherungsschutz was sagen: Eine gute Auslandskrankenversicherung ist essentiell – deine deutsche KV wird dich rausmelden, wenn du länger weg bist. Für die Hausratversicherung: Wenn du ne Wohnung behältst, lass die laufen und meld deinen Aufenthaltsort um. Versicherer wie AXA oder Allianz bieten gute Weltversicherungen an. Zur genauen Abdeckung würde ich die Bedingungen im Detail vergleichen – die Unterschiede bei Schadensregulierung sind erheblich.
Markus, ich hab ähnliche Gedanken gerade, nachdem ich meine Selbstständigkeit hochfahre. Das mit dem Sparplan remote ist definitiv machbar – die Frage ist eher: Wie strukturierst du deine Gewinne aus den Projekten? Wenn du Rechnungen schreibst, brauchst du Steuervorbereitung im Zielland. Für Business-Tools remote nutz ich Wave oder Zoho – die machen Rechnungsstellung + Buchhaltung quasi von überall. Zur KV: Elv oder Allianz Global sind deine Friends. Mein Tipp: Starte mit nem Land, das nen gutes D-A-CH-Netzwerk hat (Portugal, Spanien) – dann läufts reibungsloser.
Kurz und knapp: Ich würde nicht ohne Notgroschen losfahren. Bei freelance-Income sind die Schwankungen größer als beim Angestelltenjob. Wie hoch ist dein Puffer?
Mit Hardware + ETFs unterwegs? Das ist ne interessante Kombi. Wenn du nen Custom-PC mit nimmst oder wechselst, brauch ne gute Auslandsversicherung dafür – Standard-Policies decken ne 3080 nicht ab, wenn sie im hostel umfällt. Meine Erfahrung: Digitale Nomaden unterschätzen da massiv. Zur KV: Allianz und AXA bieten spezielle Policies für remote Worker, ca. 100-150€/Monat. Sparplan? Die meisten Broker erlauben das auch aus Asien/Südamerika, solange du ne gültige Steuer-ID hast.