Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit ein paar Jahren im Ruhestand, aber so ganz ohne was zu tun, das ist nix für mich. Deshalb habe ich mir überlegt, vielleicht noch klein was anzufangen – nicht aus finanziellem Notstand, sondern einfach um beschäftigt zu bleiben und ein bisschen was dazuzuverdienen.
Meine Frage: Wenn ich mich als Rentner selbstständig mache, auch nur im kleineren Umfang, muss ich dann besonders bei der Altersvorsorge aufpassen? Meine Rente läuft ja schon. Ich bin privat krankenversichert seit Jahren, das sollte kein Problem sein.
Aber macht es Sinn, noch Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen? Oder gibt es da Fallstricke, die ich als Neuling in der Selbstständigkeit nicht sehe? Ich will einfach nicht blöd dastehen, wenn ich was übersehe.
Wer hat da Erfahrung und kann mir praktisch was mitgeben?
Danke!
Helmut, gute Überlegung, dass du das vorab klärst. Also ehrlich: Das ist tückischer, als man denkt.
Wenn du als Rentner selbstständig tätig wirst und das über eine bestimmte Grenze hinausgeht (ich glaube ab ca. 520€ monatlich), dann können die Sozialversicherungen aktiv werden – auch wenn deine Rente läuft. Manche Tätigkeit gilt als Nebengewerbe, manche nicht. Das hängt auch davon ab, ob es dein Hauptjob wäre oder nicht.
Mein Tipp: Ruf bei deinem Rentenversicherungsträger an, bevor du was anmeldest. Die klären dir das kostenlos. Nicht vertrauen auf Freunde-Ratschläge oder Facebook-Tipps, da kommt immer was anderes raus. Und Steuerberater kosten am Anfang, aber sparen dir hinterher ärgere Probleme.
Zur Altersvorsorge selbst: Wenn deine Rente schon läuft, bringt dir eine zusätzliche Rentenversicherung wenig. Du könntest aber eine private Sparquote sinnvoll sein, die nicht an Versicherungen gebunden ist.
Gib mir Bescheid, wenn du noch Fragen hast!