Hallo zusammen,
ich bin seit vielen Jahren berufstätig und habe mich durch meine chronischen Erkrankungen ganz gut arrangiert. Mein jetziger Arbeitgeber ist da sehr verständnisvoll, aber ich überlege gerade, mich trotzdem neu zu orientieren – einfach um frische Herausforderungen zu haben und auch finanziell ein bisschen besser dazustehen.
Mein Problem: Ich brauche im Arbeitsalltag regelmäßig kurze Pausen für Bewegung und Entspannung, um meine Beschwerden zu managen. Das ist absolut keine Einschränkung in meiner Leistung, aber ich frage mich, wie ich das in Bewerbungsgesprächen anspreche – oder ob ich es überhaupt erwähnen sollte.
Ich möchte nicht, dass die Personaler mich gleich als weniger leistungsfähig einstufen. Andererseits möchte ich nicht auch noch wieder einen Arbeitgeber landen, der damit nicht umgehen kann. Wie geht ihr da vor? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und könntet mir ein paar realistische Tipps geben?
Liebe Brigitte,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Meine Erfahrung zeigt: In der Bewerbungsphase würde ich das Thema noch nicht proaktiv ansprechen. Konzentriere dich darauf, deine Stärken und Leistungsfähigkeit klarzumachen. Wenn es zum Gespräch kommt und die Chemie stimmt, kannst du immer noch erwähnen, dass du ein reflektiertes Selbstmanagement hast und weißt, wie du optimal arbeiten kannst.
Was mir bei Vertragsverhandlungen geholfen hat: Kläre zunächst, wie flexibel die Arbeitszeiten sind oder ob Homeoffice möglich ist. Das ist heute oft eine Selbstverständlichkeit und löst viele praktische Probleme elegant. Viel Erfolg!