Hey zusammen,
na ja, nach so langer Zeit offline bin ich auch finanziell nicht wirklich vorwärtsgekommen – eher stagniert. Jetzt im Sommer, wo ich mehr Zeit habe, würde ich gerne wieder in eine vernünftige Sparroutine kommen. Nur ehrlich gesagt: Ich bin total überfordert von all den neuen Apps und Strategien, die es gibt.
Mein Problem ist, dass ich früher einfach stur aufs Sparbuch eingezahlt habe. Das war uncool, aber es hat funktioniert. Heute lese ich von ETFs, Notgroschen, Budgetplanern und weiß gar nicht, was für meine Situation passt. Ich habe einen normalen Angestelltenjob, keine größeren Schulden, aber auch keine Rücklagen aufgebaut.
Wie macht ihr das? Sollte ich erst einen Notfallfonds aufbauen? Lohnt sich für kleine Ersparnisse überhaupt ein ETF-Sparplan? Und welche Tools nutzt ihr zum Tracken?
Jede konkrete Erfahrung hilft mir weiter!
Hallo Stefan, das ist eine sehr gute Grundsatzfrage. Aus meiner Erfahrung im Bankwesen würde ich dir folgendes raten: Beginne mit einem Notfallfonds von 3-6 Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto – das gibt dir Sicherheit und ist psychologisch wichtig. Erst danach würde ich mich mit ETF-Sparplänen beschäftigen. Für regelmäßiges Sparen ab 50-100 Euro monatlich lohnt sich ein Sparplan definitiv. Welchen Betrag könntest du monatlich entbehren?
Stefan, guter Punkt mit dem Notgroschen. Wichtig ist auch: Welche Schulden hast du noch? Falls Konsumkredite vorhanden sind, würde ich die definitiv vor ETF-Sparplänen abbezahlen – die Zinsen sind usually höher als deine Rendite. Die alte Sparbuch-Methode war btw überhaupt nicht uncool, nur halt rentiert sich heute nicht mehr. Dafür sind Tagesgeldkonten besser geeignet.
Das Problem kenne ich. Bin auch gerade wieder dabei, mich einzuarbeiten. Hast du dir schon überlegt, einen Finanzcoach zu buchen oder auf YouTube Videos zu gucken? Das hilft mir persönlich besser als Artikel lesen.
Tipp aus Bankberaterperspektive: Automatisierung ist alles! Richte einen Dauerauftrag ein – Geld vom Gehalt direkt aufs Sparkonto. Dann "vergisst" du es und es schmerzt nicht. Bei den Tools würde ich mit einer einfachen Excel-Liste anfangen, bevor ich mich in Apps verrenne. Zum Tracken reicht völlig, wenn du monatlich deine Ausgaben zusammenfasst und siehst, wo es leckt.