Hallo zusammen,
ich bin seit gut einem Jahr als Freelancer tätig, hauptsächlich im Bereich Webentwicklung und kleinere IT-Projekte. Das läuft soweit ganz okay, aber ich stolpere immer wieder über dasselbe Problem: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob mein Stundensatz überhaupt realistisch kalkuliert ist oder ob ich mich einfach unter Wert verkaufe.
Bisher habe ich grob geschaut, was andere so nehmen, und bin bei 55 Euro netto gelandet. Aber ist das wirklich ausreichend? Ich habe gelesen, dass man Urlaub, Krankheitstage, Sozialabgaben, Weiterbildung und nicht fakturierbare Stunden miteinrechnen soll – nur wie macht man das in der Praxis genau?
Aktuell läuft gerade ein größeres Sommerprojekt für einen Kunden, der eine komplett neue Website plus Backend braucht. Da habe ich gemerkt, dass ich gefühlt 30-40% meiner Zeit mit Kommunikation, Angeboten schreiben und Kram verbringe, der nicht abrechenbar ist. Das zieht den effektiven Stundensatz ganz schön runter.
Und dann ist da noch das Thema Stundensatz durchsetzen – ich habe neulich einem Stammkunden einen höheren Satz genannt und der hat sofort gezögert. Wie geht ihr damit um? Einfach standhaft bleiben oder lieber nachgeben? Mich würde interessieren, ob jemand hier eine konkrete Formel oder Herangehensweise hat, die wirklich funktioniert. Danke schon mal!