Hallo zusammen,
ich arbeite jetzt über 12 Jahre als Unternehmensberater und habe gemerkt, dass viele meiner Kollegen und ich oft zu spät anfangen, vernünftig zu sparen. Bei Selbstständigen ist das ja ein anderes Spiel als im Angestelltenverhältnis – die Einnahmen schwanken, es gibt Durststrecken, und man muss selbst für die Rente vorsorgen.
Meine Frage: Wie viel Notgroschen braucht man wirklich als Selbstständiger? Ich sehe da oft wilde Empfehlungen von 3 bis 12 Monatsausgaben. Für meine Branche realistisch? Und noch wichtiger: Wenn die Auftragslage schwankt – wie spart man dann überhaupt kontinuierlich? Soll man sich in guten Monaten eine feste Quote abnehmen und zur Seite legen, oder eher am Ende des Jahres abrechnen?
Mich interessiert vor allem, was bei euch in der Praxis funktioniert hat. Keine theoretischen Finanzratgeber-Antworten bitte – ich will hören, was wirklich funktioniert, wenn die Rechnung in März mal eben ein Fünftel weniger bringt.
Danke!
Interessante Frage für Selbstständige. Meine Erfahrung: 6 Monate ist das Minimum, 9 besser. Danach kann der Rest in Depot-Strategien gehen – wenn die Einnahmen stabiler werden, brauchst du ja nicht mehr Liquidität rumliegen.
Die schlaue Variante: Gute Monate prozentual höher belasten (sagen wir 20-25%), schlechte nur mit Minimum (10%). So entlastet du psychologisch und sparst trotzdem. Tagesgeldkonto für die Rücklagen, dann sind Zinsen auch noch was.