Hallo zusammen,
ich bin jetzt seit über 20 Jahren in der Bankbranche tätig und habe mich bislang eher skeptisch gegenüber Passwort-Managern gezeigt. Aber ehrlich gesagt wird es mit den ganzen Online-Zugängen für Konten, Versicherungen und Co. immer unübersichtlicher. Meine Kollegen schwören auf Tools wie Bitwarden oder 1Password, aber ich bin vorsichtig – nicht ohne Grund, wenn man tagtäglich mit sensiblen Finanzdaten arbeitet.
Meine Fragen: Welche Manager sind wirklich seriös und verschlüsseln lokal? Auf welche Sicherheitsmerkmale sollte ich als jemand, der Finanzrisiken kennt, besonders achten? Und – ehrlich gefragt – haltet ihr es für fahrlässig, alle Passwörter zentral zu speichern, oder bin ich da einfach altmodisch?
Für konkrete Erfahrungen wäre ich dankbar. Welche Tools nutzt ihr im beruflichen Kontext, und welche würdet ihr eher meiden?
Interessante Frage. Ich verwalte da ganz pragmatisch – unterscheide zwischen Gaming-Accounts (völlig egal) und kritischen Zugängen wie Bank/Depot (da nutze ich 1Password mit Hardware-Key). Das ist der Mittelweg.
Deine Sorge um zentrale Speicherung kann ich verstehen, aber statistisch gesehen ist das Risiko durch Malware oder Social Engineering auf deinem lokalen PC höher als bei einem etablierten Manager. Die Verschlüsseling ist mathematisch solide. Aber ja, wähle einen etablierten Anbieter, keine No-Name-Software.
Zum Bankfachmann-Hut: Schau dir deren Sicherheitsaudits an – 1Password und Bitwarden veröffentlichen die regelmäßig. Das ist für mich ein gutes Zeichen. Im anderen Thread hatte ich ja auch diskutiert, wie wichtig Transparenz bei Finanz-Tools ist – gleiche Logik hier.