Hallo zusammen,
ich bin seit Jahren gesetzlich versichert und frage mich langsam ob ich da nicht was ändern sollte. Konkret geht es mir um die Wartezeiten beim Facharzt. Ich brauche gerade einen Termin beim Orthopäden wegen meines Knies, das macht seit ein paar Monaten Probleme. Beim Hausarzt war ich schon, der hat mir eine Überweisung gegeben. Aber wenn ich jetzt anrufe, höre ich überall: frühestens Oktober, November, ein Praxis hat mir sogar Januar 2027 genannt.
Mein Nachbar hat eine private Krankenversicherung und der war innerhalb von zwei Wochen beim selben Spezialisten. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich frustrierend. Man zahlt doch auch als Kassenpatient seinen Teil.
Jetzt frage ich mich: Ist das überall so? Gibt es Tricks um als GKV-Patient schneller einen Termin zu bekommen? Ich hab gehört dass man über die Terminservicestelle der KV anfragen kann, hat das jemand schon probiert?
Dabei will ich auch nicht unbedingt in die PKV wechseln, ich bin jetzt 58 und das wird finanziell wahrscheinlich nicht attraktiv. Aber vielleicht eine Zusatzversicherung die schnellere Termine ermöglicht?
Bin gespannt was ihr so erlebt habt. Gerade im Sommer plant man ja viel – da wäre es schön wenn man wenigstens wüsste wann der Arzttermin kommt.
Ich sehe das auch so wie Laura – die Terminservicestelle ist tatsächlich das erste Mittel der Wahl, das wird viel zu selten genutzt. Ich hab das schon mehrfach erlebt in Threads hier im Forum, die Leute warten ewig und wissen gar nicht dass es diesen Weg gibt.
Zur grundsätzlichen Frage Kasse vs. Privat: Ja, der Unterschied ist real und er ist strukturell bedingt. Privatpatienten bringen der Praxis schlicht mehr Geld pro Behandlung, deswegen werden sie bevorzugt. Das ist unfair aber leider Realität im deutschen System.
Was noch helfen kann: Morgens kurz nach der Praxisöffnung anrufen und nach Absagen/Lücken fragen. Viele Praxen haben Kurzfristlisten für solche Fälle. Einfach nett fragen ob man auf eine Stornoliste kommt – manchmal klappt das überraschend schnell.
Also ich bin auch schon etwas älter und kenne das Problem seit Jahren. Früher war das alles noch etwas unkomplizierter, ehrlich gesagt.
Ich hab für mich die Lösung gefunden indem ich eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen habe, die ambulante Privatbehandlung einschließt. Das heißt der Arzt rechnet mit mir als Privatpatient ab, auch wenn ich GKV-Mitglied bin. Die Differenz zwischen dem was die KK bezahlt und dem Privathonorar übernimmt meine Zusatzversicherung. Seitdem sind meine Wartezeiten deutlich kürzer, ich schätze mal um 70-80%.
Die Kosten für so einen Tarif lagen bei mir damals bei knapp 40 Euro im Monat, das ist natürlich eine individuelle Rechnung. Aber wenn man wie du schon mal konkret vor dem Problem steht, denkt man anders darüber nach. Ich würde dir empfehlen mehrere Angebote zu vergleichen, da gibt es große Unterschiede.