Hallo zusammen,
kurz zu mir: Nach knapp zehn Jahren Pause bin ich gerade dabei, beruflich wieder einzusteigen. Die Elternzeit war nötig, aber jetzt zieht es mich auch wieder raus in die Welt. Meine Frage: Hat jemand Erfahrung damit, nach einer längeren Auszeit sich beruflich neu zu orientieren UND gleichzeitig eine längere Reise zu planen?
Ich könnte mir vorstellen, nicht sofort vollgas im Büro zu geben, sondern erst mal 3-4 Monate in einem Land zu verbringen – vielleicht irgendwo in Südostasien oder Südamerika. Aber ich mache mir Sorgen, dass das aus Sicht eines potenziellen Arbeitgebers komisch wirkt. Wirkt das unprofessionell, wenn ich nach Jahren der Auszeit direkt wieder anfangen will, aber dann gleich wieder weg bin? Oder kann man das clever kommunizieren?
Zugleich interessiert mich: Wie plant man das finanziell? Sollte ich erst arbeiten gehen, Ersparnisse aufbauen und DANN reisen? Oder vorher noch ein paar Monate weg und dann richtig durchstarten?
Freue mich über ehrliche Erfahrungen, auch wenn es unbequem wird.
Danke!
Hey Martin, das ist eine gute Frage und ich verstehe die Unsicherheit. Meine Erfahrung: Arbeitgeber sind da meist pragmatischer, als man denkt – gerade jetzt im September, wenn viele ohnehin neu anfangen. Wenn du eine gute Story hast (berufliche Neuorientierung, bewusste Lernreise, dann Vollgas), wirkt das eher reif als unprofessionell.
Finanziell würde ich es anders angehen: Starte deine neue Stelle, arbeitest 6-8 Monate vollgas, sparst nebenbei und DANN machst du deine Reise. Das gibt dir mehrere Vorteile – du zeigst Zuverlässigkeit, baust eine Reserve auf und kommst entspannter zurück. Psychologisch ist es auch besser: Nach der Reise hast du wieder Struktur und Ziele, statt nochmal searching zu sein.
Eine schnelle Frage: Wo siehst du dich beruflich? Remote möglich oder eher klassisches Setup?