Hi zusammen,
ich bin 34 und denke in letzter Zeit oft an meine alten Schulfreunde. Besonders jetzt wo der Sommer da ist und alle ihre Urlaubsfotos posten, fällt mir auf wie sehr sich die Wege getrennt haben.
Zu ein paar hab ich noch sporadisch Kontakt über Facebook oder WhatsApp, aber richtig getroffen hab ich eigentlich niemanden mehr seit Jahren. Manchmal like ich ihre Posts oder schreib mal "Alles Gute zum Geburtstag", aber das ist dann auch schon alles.
Letztens hab ich zufällig eine alte Klassenkameradin im Supermarkt getroffen und wir haben kurz gequatscht. War eigentlich richtig schön, aber dann ist man wieder auseinander und der Kontakt versandet wieder.
Wie macht ihr das denn? Trefft ihr euch regelmäßig mit alten Schulfreunden? Oder organisiert ihr sogar richtige Klassentreffen? Hab manchmal das Gefühl ich sollte mehr Mühe geben, aber andererseits entwickelt man sich ja auch weiter und hat andere Interessen...
Würde mich interessieren wie ihr das so handhabt!
Puh, das ist wirklich ein Thema was mich auch beschäftigt. Bin ja auch schon etwas älter und hab gemerkt wie wichtig alte Verbindungen werden können.
Bei mir ist's so dass ich zu zwei, drei Leuten aus der Schulzeit noch richtig guten Kontakt hab. Mit einem telefonier ich sogar regelmäßig. Die anderen sind halt über die Jahre weggebrochen, das ist normal denk ich.
Was ich gemacht hab: ich hab einfach mal die Initiative ergriffen und ein paar Leute angeschrieben. Nicht alle haben geantwortet, aber die die sich gemeldet haben, mit denen hab ich mich dann auch getroffen. Manchmal muss man den ersten Schritt machen, auch wenn's erstmal komisch ist nach so langer Zeit.
Das Thema kenn ich gut. Bei mir ist es ähnlich - oberflächlicher Kontakt über Social Media, aber mehr auch nicht.
Ich hab vor zwei Jahren mal versucht ein kleines Klassentreffen zu organisieren, war aber ehrlich gesagt ziemlich ernüchternd. Von 25 Leuten haben sich am Ende nur 6 gemeldet und getroffen haben wir uns dann zu viert. Die Gespräche waren auch eher zäh, weil man einfach komplett andere Leben führt.
Mein Eindruck ist, dass viele Schulfreundschaften einfach nur durch die gemeinsame Zeit zusammengehalten wurden, nicht durch wirklich tiefe Verbindungen. Klar gibt's Ausnahmen, aber oft passt es halt einfach nicht mehr.
Also ich pflege tatsächlich noch regelmäßig Kontakt zu ein paar Schulfreunden. Wir treffen uns etwa alle zwei Monate zum Stammtisch und machen auch mal gemeinsame Ausflüge.
Der Schlüssel ist meiner Meinung nach, dass man sich bewusst dafür entscheiden muss. Freundschaften laufen nicht von alleine, da muss man schon was investieren. Ich schreib auch mal zwischendurch eine persönliche Nachricht oder ruf an, nicht nur zu Geburtstagen.
Klar haben sich alle verändert seit der Schulzeit, aber gerade das macht's doch interessant. Man lernt sich quasi neu kennen und hat trotzdem diese gemeinsame Geschichte.
Also ich muss ehrlich sagen, dass sich bei mir der Kontakt zu Schulfreunden auch ziemlich verlaufen hat. Hab zwar noch ein paar in den sozialen Medien, aber aktiv getroffen hab ich auch schon lange niemanden mehr.
Bei mir liegt's wahrscheinlich auch daran, dass ich beruflich viel unterwegs bin und sich die Prioritäten einfach verschoben haben. Familie, Job, aktuelle Freunde - da bleibt nicht so viel Zeit für die "alten Zeiten".
Aber grundsätzlich find ich schon, dass man den Kontakt pflegen sollte wenn er einem wichtig ist. Vielleicht einfach mal den ersten Schritt machen und aktiv nachfragen wie's läuft? Manchmal denken die anderen ja genauso wie du.